Der '''Zweite Weltkrieg''' dauerte vom 1. September 1939 04:32 Uhr bis zum 2. September 1945. In Europa ging er am 8. Mai um 23:01 Uhr 1945 zu Ende, in Asien nach der Kapitulation Japans am [[14. August]] [[1945]]. Er war der größte und blutigste zusammenhängende [[Konflikt]] in der Geschichte der Menschheit. Hatte der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] fast 10 Millionen Todesopfer gefordert, waren es im Zweiten Weltkrieg schätzungsweise 55 Millionen, darunter über 20 Millionen [[Zivilist]]en. Der Zweite Weltkrieg wurde von einer starken [[Ideologie|Ideologisierung]] geprägt, die zu zahlreichen [[Kriegsverbrechen]] und zu gewaltsamen, oft systematischen Übergriffen auf die Zivilbevölkerung führte.

Die so genannten [[Achsenmächte]] [[Zeit des Dritten Reiches|Deutsches Reich]] unter [[Adolf Hitler]], [[Italien]] unter [[Benito Mussolini]] und [[Japan]] unter Kaiser [[Hirohito]] führten Eroberungsfeldzüge gegen viele Staaten; ihre militärischen Hauptgegner waren anfangs [[Frankreich]], [[Großbritannien und Nordirland|Großbritannien]] und [[China]] sowie nach dem Bruch des [[Hitler-Stalin-Pakt]]s die [[Sowjetunion]] unter [[Josef W. Stalin]] (siehe [[Großer Vaterländischer Krieg]]) und nach dem japanischen Überfall auf [[Pearl Harbor]] auch die [[USA]]. 

= Der Krieg in Europa =
== Ausgangslage ==
Bei [[Adolf_Hitler|Hitler]]s [[Machtergreifung]] 1933 (Wahl durch das deutsche Volk) hatte die [[Reichswehr]]  infolge der Bestimmungen des [[Vertrag von Versailles|Versailler Vertrages]] eine Stärke von 100.000 Mann und war damit militärisch von geringem Gewicht. In der Weimarer Republik, [[1923]], ließ der Chef der Heeresleitung (General [[Hans von Seeckt|von Seeckt]]) Studien zu einem späteren Wiederaufbau deutscher Streitkräfte anstellen. Diese waren der Entwurf für ein späteres "Großes Heer", welches in einem einzuplanenden Mehrfrontenkrieg Deutschland mit Erfolg schützen sollte. Immerhin waren bis 1924 Polen, Frankreich, Belgien und Litauen mit militärischen Kräften in das Reich eingedrungen. [[Franz_von_Papen|Reichskanzler von Papen]] beschloss im Oktober 1932 nach sechs ergebnislosen Verhandlungsjahren zur Abrüstung und Rüstungsbegrenzung, die Reichswehr auch ohne Einigung mit den Siegermächten zu vergrößern.
Der Anteil der Rüstungsausgaben an den Reichsausgaben stieg von 8,2 % (1932) über 39,3 % (1934) auf 61 % (1938).  Finanziert wurde dieses exzessive Aufrüstungsprogramm durch das System der so genannten "[[Mefo-Wechsel]]" der [[Reichsbank]] – und damit letztlich durch eine verdeckte Inflation.

== Kriegsziele ==
Der Zweite Weltkrieg war ein von den Deutschen entfesselter, ideologisch motivierter Eroberungs- und Vernichtungskrieg zur Gewinnung von ''Lebensraum'' im Osten. Hitler verfolgte dabei seine in seinem programmatischen Buch ''[[Mein Kampf]]'' dargelegten Ziele bei allen taktischen Wendungen konsequent bis zum Ende. Komponenten seines außenpolitischen Denkschemas waren:

* ein Bündnis mit England und Italien
* der Kampf gegen das angeblich zerstörerische Wirken einer jüdischen Weltverschwörung
* ein anti-bolschewistischer Vernichtungskampf zur Gewinnung von Lebensraum im Osten.

Endziel war die Erringung einer deutschen Weltmachtstellung. "Deutschland wird entweder Weltmacht oder überhaupt nicht sein", schrieb er in 'Mein Kampf'.<small><sup>1</sup></small>

Dort hatte Hitler Russland auch schon als "reif zum Zusammenbruch" erklärt, weil "die Juden" in der Revolution die "germanische Führungsschicht ausgerottet" hätten<small><sup>2</sup></small> und seinen Plan einer 'Lebensraumgewinnung' im Osten dargelegt: "Wir stoppen den ewigen Germanenzug nach dem Süden und Westen und weisen den Blick nach dem Land im Osten."<small><sup>3</sup></small> Hitler wollte dabei an die deutsche Ostbesiedlung anknüpfen, die im [[14. Jahrhundert]] geendet hatte, folgerichtig wurden Polen und Russland die Opfer dieses ''neuen Germanenzugs''.

Nach dem geschichtlichen Vorbild der bis zum Pazifik reichenden Kosakenvorstöße  beabsichtigte Hitler mit seiner stärksten Armeegruppe bis Indien und hinter den Ural alle Gebiete zu erobern. Bauerntrecks sollten nach dem Vorbild der europäischen Siedlertrecks in Nordamerika sofort folgen und innerhalb von 20 bis 30 Jahren alles Land besetzen. Die "deutschrassige" Bevölkerung sollte nach 50 Jahren auf 250 Millionen Menschen angewachsen sein.

Hitlers Russlandbild war wesentlich von [[Alfred Rosenberg|Rosenberg]] geprägt, den geopolitischen Konzeptionen [[Karl Haushofer]]s, die ihm von [[Rudolf Heß|Heß]] vermittelt worden waren, entnahm er den in seiner Gedankenwelt zentralen Begriff des ''Lebensraums''.

Besonders für den [[Reichsführer-SS]] [[Heinrich Himmler]] waren die Völker der Sowjetunion "Untermenschen", die unterworfen oder vernichtet werden sollten. In der ersten Zeit nach dem Einmarsch in die Sowjetunion 1941 wurde an vielen Zeitungskiosken und Läden die Broschüre "Der Untermensch" verkauft. Dieses Heft enthielt zahlreiche Bilder mit verzerrt fotografierten sowjetischen Gefangenen und hasserfüllten Texten. Sinn und Zweck war, die deutsche Bevölkerung zum Kampf gegen die Sowjetunion zu mobilisieren und die Kriegsmoral zu stärken.

Im Jahre 1942, als man sich in Berlin mit Aufmarschplänen für Afghanistan den Kopf zerbrach, wollte [[Konrad Meyer-Hetling]], der den Generalplan Ost ausarbeitete, ganze Völker vernichten: "Im Ostministerium interessiert nun aber ganz besonders die Frage, wo die rassisch unerwünschten Polen verbleiben sollen. Mehr oder minder 20 Millionen Polen in Westsibirien zwangsweise geschlossen anzusetzen, bedeutet zweifellos eine ständige, kompakte Gefahr des sibirischen Raumes, ein Herd des ständigen Aufruhrs gegen die deutsche Ordnungsmacht [...] Das man die Polenfrage nicht in dem Sinne lösen kann, dass man die Polen wie die Juden liquidiert, dürfe auf der Hand liegen. Eine derartige Lösung der Polenfrage würde das deutsche Volk bis in die ferne Zukunft belasten und uns überall die Sympathien nehmen, zumal auch andere Nachbarvölker damit rechnen müssten, bei gegebener Zeit ähnlich behandelt zu werden [...] Mehrere Millionen der uns gefährlichsten Polen im Wege der Auswanderung in Südamerika unterzubringen, erscheint nicht unmöglich." Ähnliche Schicksale drohten teilweise auch anderen Nachbarvölkern, zum Beispiel den Russen und den Ukrainern. Dieses war Imperialismus in seiner brutalsten Art und Weise.

Die eroberte Sowjetunion sollte in verschiedene Gebiete unter der Leitung von Reichskommissaren aufgeteilt werden. Dabei sollte es den Weißrussen, den Ukrainern und den baltischen Völkern vergleichsweise gut ergehen. Die Russen dagegen sollten "durchaus niedergehalten werden" (Rosenberg). Verschiedene Vorschläge entstanden, wie das eroberte Land verteidigt werden könnte, so zum Beispiel durch ein System aus Mauern gegen den "Ansturm Asiens". Das eroberte Osteuropa sollte von Deutschen besiedelt werden, die Bauern und zugleich auch Soldaten waren ("Wehrbauern"). Heinrich Himmler plante außerden, das russische Volk durch die Verbreitung des Buddhismus oder der Lehre der Zeugen Jehovas zu befrieden, das heißt, jeden Willen zum Aufstand im Keim zu ersticken. Die slawischen Völker, vor allem diejenigen der Sowjetunion, sollten ungebildet bleiben, weshalb die Schulen und Universitäten geschlossen wurden. Als Bildungsziele legte Himmler fest: "Schreiben des Namens; eine Lehre, dass es ein göttliches Gebot ist, den Deutschen gegenüber ehrlich, fleißig und brav zu sein. Lesen halte ich nicht für erforderlich." Und ein anderer nationalsozialistischer Führer meinte: "Es genügt, wenn die Slawen bis hundert zählen können." Nach dem Willen der nationalsozialistischen Führung sollten die Völker Osteuropas für immer ungebildete, gehorsame und fleißige Landarbeiter, Bauarbeiter und Hilfsarbeiter sein.

Vor [[1933]] waren solche Ideen kaum ernst genommen worden. Nach der [[Machtergreifung]] suchte er, seine wahren Ziele so lange wie möglich zu verschleiern. Die Revision des [[Vertrag von Versailles|Versailler Vertrags]] war für Hitler lediglich ein Etappenziel, auch wenn er der deutschen und internationalen Öffentlichkeit jahrelang vorgaukeln konnte, es ginge ihm um das Selbstbestimmungsrecht der Deutschen. In Wahrheit ging es immer um die Lebensraumgewinnung im Osten, wie er es schon am [[3. Februar]] [[1933]] in einer Ansprache vor Generälen der Wehrmacht erklärte: "''Eroberung neuen Lebensraums im Osten u. dessen rücksichtslose Germanisierung.''"

In der Denkschrift zum [[Vierjahresplan]] von August [[1936]] formulierte Hitler: "''Ich stelle damit folgende Aufgabe: I. Die deutsche Armee muss in 4 Jahren einsatzfähig sein. II. Die deutsche Wirtschaft muss in 4 Jahren kriegsfähig sein.''"

Am [[5. November]] [[1937]] präzisierte Hitler seine Kriegsziele vor der deutschen Generalität (''[[Hoßbach-Protokoll]]''):

:''"Das Ziel der deutschen Politik sei die Sicherung und Erhaltung der deutschen Volksmasse und deren Vermehrung. Somit handelt es sich um das Problem des Raumes. [...] Die deutsche Zukunft sei daher ausschließlich durch die Lösung der Raumnot bedingt ... [...] Die einzige ... Abhilfe läge in der Gewinnung eines größeren Lebensraumes [...] Zur Lösung der deutschen Frage könne es nur den Weg der Gewalt geben ... [...] dann bleibe nur noch die Beantwortung der Fragen "wann" und "wie" ... Sollte der Führer noch am Leben sein, so sei sein unabänderlicher Entschluss, spätestens 1943/45 die deutsche Raumfrage zu lösen. [...] Zur Verbesserung unserer militär-politischen Lage müsse in jedem Fall einer kriegerischen Verwicklung unser 1. Ziel sein, die Tschechei und gleichzeitig Österreich niederzuwerfen, um die Flankenbedrohung eines etwaigen Vorgehens nach Westen auszuschalten ..."''.

== Vorgeschichte ==
Dem Zweiten Weltkrieg gingen in Europa der [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanische Bürgerkrieg]] und in [[Asien]] der [[Chinesisch-Japanischer Krieg|Chinesisch-Japanische Krieg]] voraus ebenso wie der Anschluss [[Österreich]]s am [[12. März]] [[1938]] an das Deutsche Reich sowie die Abtretung des [[Sudetenland]]es und anschließende Besetzung des restlichen [[Böhmen und Mähren]] (westlicher Teil der [[Tschechoslowakei]], heute [[Tschechien]]).

Die beträchtliche Kriegsbeute allein an hochwertigem militärischem Großgerät (Panzer, Geschütze, LKW) diente der Ausstattung zahlreicher neu aufzustellender Divisionen – 15 Infanteriedivisionen und drei Panzerdivisionen.

== Chronologischer Verlauf ==
=== 1939 ===
==== Der deutsche Angriff auf Polen ====
*''Hauptartikel: [[Polenfeldzug]]''

Der '''Zweite''' Weltkrieg wurde vom Deutschen Reich am [[1. September]] [[1939]] durch den Einmarsch der deutschen [[Wehrmacht]] in [[Polen]] begonnen, nachdem als polnische Widerständler verkleidete [[Schutzstaffel|SS]]-Angehörige den deutschen [[Sender Gleiwitz]] am [[31. August]] gestürmt hatten. Diese Aktion war eine von mehreren fingierten Maßnahmen auf deutscher Seite, um den Angriff auf Polen ('''"[[Fall Weiß]]"''') zu rechtfertigen.

Polen war den Forderungen Hitlers nicht nachgekommen, Deutschland die Herrschaft über die [[Freie Stadt Danzig]] zurückzugeben und hatte die Erlaubnis verweigert, eine Autobahn durch den polnischen Korridor, der seit 1919 [[Ostpreußen]] vom Rest Deutschlands trennte, bauen zu dürfen. Polen hatte sich der ihm zugedachten Rolle als "Juniorpartner" im Kampf gegen die [[Sowjetunion]] widersetzt und sollte durch die taktische Wendung des [[Hitler-Stalin-Pakt]]es, mit dem sich das nationalsozialistische Deutschland vorübergehend mit dem ideologischen Todfeind verbündete, nun zuerst ausgeschaltet werden.


Die [[Polen]] waren den Deutschen zahlenmäßig unterlegen, glaubten sich aber durch Verträge mit Frankreich und Großbritannien geschützt.

Am [[3. September]] stellten Frankreich und Großbritannien ein Ultimatum an das Deutsche Reich. Es forderte den sofortigen Rückzug aller deutschen Truppen aus Polen. Die englisch-französische Garantieerklärung hätte diese Staaten verpflichtet, spätestens 15 Tage nach einem deutschen Angriff selber eine Offensive im Westen Deutschlands zu starten. Zwar erklärten die beiden [[Westmächte]] zur Überraschung Hitlers noch am selben Tag den Krieg, doch der Angriff blieb aus. Die Deutschen führten ihren Plan "Fall Weiß" durch.

Am [[17. September]] zerschlug sich die polnische Hoffnung, den Osten ihres Landes verteidigen zu können. Entsprechend dem geheimen Zusatzprotokoll des [[Hitler-Stalin-Pakt|Hitler-Stalin-Paktes]] marschierte die [[Rote Armee]] in Ostpolen ein. Noch am selben Tag flüchtete die polnische Regierung nach [[Rumänien]]. Der Zusammenbruch war nun nicht mehr aufzuhalten.

Am 28. September kapitulierte die polnische Hauptstadt, nachdem sie am 18. September von deutschen Truppen eingeschlossen worden und am 27./28. 9. ein intensives Bombardement vorausgegangen war. Einen Tag später folgte die Aufgabe der Festung Modlin.

Am [[8. Oktober]] teilten sich das Deutsche Reich und die Sowjetunion im Abkommen von [[Brest-Litowsk]] das polnische Gebiet durch eine [[Demarkationslinie]] – die [[Polnische Teilung|Vierte Teilung Polens]]. Nicht nur die nach dem [[Vertrag von Versailles|Versailler Vertrag]] abgetretenen Gebiete wurden wieder in das Reich eingegliedert, sondern darüber hinaus weite Bereiche Zentralpolens einschließlich der Stadt [[Łódź]]. Der Rest Polens wurde deutsches [[Generalgouvernement]].

Die anschließende Besatzungszeit war von extremen Ressentiments der Deutschen gegen die Zivilbevölkerung geprägt. Deportationen zur Zwangsarbeit waren nur die sichtbarste Ausprägung. Darüber hinaus wurden insbesondere die polnischen Juden Ziel des deutschen Rassenwahns.

Der schnelle Sieg über Polen prägte den Begriff [[Blitzkrieg]] und prägte die taktische Kriegsführung Deutschlands bis Ende 1941.

=== Stellungskrieg an der Westfront ===
Am [[5. September]] begann eine begrenzte und eher symbolische Offensive der Franzosen gegen das [[Saarland]]. Die Deutschen leisteten keinen Widerstand und zogen sich zum stark verteidigten [[Westwall]] zurück. Danach blieb es ruhig an der Westfront. Bis auf vereinzelte Artilleriescharmützel erfolgten keine weiteren Angriffe. Auf deutscher Seite rollte eine [[Propaganda]]maschine an. Mit Plakaten und Parolen über Lautsprecher rief man den Franzosen zu „Warum führt ihr Krieg“ oder „Wir werden nicht zuerst schießen“.

Am [[27. September]] erfolgte eine Weisung Hitlers an das Oberkommando des Heeres zur Ausarbeitung eines Angriffsplanes, den so genannten „Fall Gelb“. Bis zum [[29. Oktober]] stand der Plan. Er sah vor, dass 2 Heeresgruppen durch die [[Niederlande]] und [[Belgien]] vorstoßen sollten, um somit sämtliche alliierte Kräfte nördlich der [[Somme]] zu zerschlagen.

Letzten Endes fand jedoch 1939 kein Angriff statt. Wegen schlechter Witterungsbedingungen und viel größeren  Verlusten in Polen (22% Verluste bei den  Kampfflugzeugen, 25% bei den Panzern) als erwartet, verschob Hitler den Angriff insgesamt 29 mal.

=== 1940 ===
==== Die Besetzung Dänemarks und Norwegens ====
*''Hauptartikel: [[Operation Weserübung]]''

Zum Ende des Jahres 1939, nach dem Verlust der [[Frankreich|französischen]] Eisenerzeinfuhr, stellte das neutrale (leicht deutsch-freundliche) [[Schweden]] 40% des Eisenerzbedarf für Deutschland dar. Diese Erze mussten auf Grund ihrer geografischen Lage teils <!-- wenn der Bottnischer Meerbusen vom Eis geschlossen war --> über den nord-[[Norwegen|norwegisch]]en Hafen [[Narvik]] verschifft werden. Ein weiterer wichtiger Rohstoff war das finnische Nickel, das aus dem hoch im Norden liegenden – und ebenfalls eisfreien Hafen – [[Petsamo]] kam (gehört heute zur [[Russland|Russischen Föderation]] und wird Petschenga genannt). Damit war Norwegen für Deutschland von außerordentlichem wirtschaftlichen und militärischen Wert. Die [[Großbritannien und Nordirland|Briten]] wollten diese wichtigen Rohstofflieferungen abschneiden, weswegen am [[5. Februar]] [[1940]] beim Obersten franco-britischen Kriegsrat die Planung der Landung von vier Divisionen in Narvik vereinbart war. Diese Einheiten bezeichnete man offiziell als Unterstützungstruppen für [[Finnland]], das sich zur damaligen Zeit im [[Winterkrieg]] gegen die Sowjetunion wehrte.

Die vorgesehene Besetzung des norwegischen Hafens durch die Briten veranlasste das Oberkommando der Wehrmacht, einen zusätzlichen Stab für Norwegen aufzustellen. Am [[21. Februar]] erfolgte eine direkte Weisung Hitlers für die Planung bestimmter Operationen im [[Skandinavien|skandinavischen]] Raum. Am [[1. März]] wurde das '''Unternehmen Weserübung''' endgültig beschlossen. Es sah vor, [[Dänemark]] einzunehmen und es als „Sprungbrett“ für die Eroberung Norwegens zu benutzen.

Im März kam es zu diversen Angriffen gegen britische Seeeinheiten. So wurden beispielsweise am 16. März einige [[Kreuzer (Schiff)|Kreuzer]] im Stützpunkt [[Scapa Flow]] angegriffen, und deutsche [[U-Boot]]e nahmen die Jagd auf Schiffe der [[Royal Navy]] auf.

Am [[5. April]] fand auf Beschluss des Obersten Alliierten Kriegsrats die Operation „Wilfried“ statt, bei dem die Gewässer vor Norwegen vermint und weitere Truppen ins Land gebracht werden sollten. Einen Tag später lief auf deutscher Seite das Unternehmen Weserübung an. Dabei wurde fast die gesamte deutsche [[Flotte (Marine)|Flotte]] mobilisiert und in Richtung Narvik geschickt.
Am 9. April begann das Unternehmen endgültig mit Landung einer [[Gebirgsjäger]]division vor Narvik.

In Großbritannien hielt man eine Landung der Deutschen für recht unwahrscheinlich, was dazu führte, dass von alliierter Seite nur geringe Gegenmaßnahmen getroffen wurden. Die Deutschen konnten ihren Brückenkopf ohne größeren Widerstand ausweiten, so dass am [[10. April]] bereits [[Stavanger]], [[Trondheim]] und Narvik besetzt waren, nachdem zuvor bereits Dänemark kampflos besetzt wurde (offiziell wurde Dänemark Verbündeter Deutschlands, es war jedoch klar, dass es sich um einen Zwang handelte). Großbritannien besetzte aus strategischen Gründen im Nordatlantik die dänischen [[Färöer im Zweiten Weltkrieg|Färöer am 12. April]].

Am [[13. April]] kam es zu einigen schweren Seegefechten, wobei es 9 britischen Zerstörern und dem Schlachtschiff ''Warspite'' gelang, im Ofot-[[Fjord]] alle deutschen Zerstörer zu versenken. Des Weiteren wurden auf ihrem Rückweg die Leichten Kreuzer  ''Karlsruhe'', ''Königsberg'' und etliche Frachter von U-Booten beziehungsweise der Royal Air Force versenkt.


Am [[17. April]] landeten die Alliierten schließlich und brachten die Truppen der Wehrmacht auch mit massivem Beschuss der Royal Navy unter starken Druck. Bis zum [[19. April]] wurden umfangreiche alliierte Verbände, unter anderem auch polnische Soldaten und Reste der Fremdenlegion, in Norwegen ausgeladen.

Inzwischen verbesserte sich, bedingt durch die Jahreszeit, das Wetter in Norwegen, so dass die Wehrmacht ihre Fronten festigen konnte. Bei schweren Angriffen der deutschen Luftwaffe wurden am 2. Mai ein britischer und ein französischer Zerstörer in der Hafenstadt [[Namsos]] versenkt.


Noch im selben Monat beschloss [[Winston Churchill|Churchill]] wegen der deutschen Erfolge in Frankreich den Abzug der Alliierten aus Norwegen. Bevor die 24500 Soldaten evakuiert werden konnten, gelang es ihnen jedoch noch, in Narvik einzudringen und einen wichtigen Hafen zu zerstören. Am 10. Juni kapitulierten schließlich noch die verbliebenen norwegischen Soldaten, worauf das [[Unternehmen Weserübung]] abgeschlossen und die Erzlieferungen für das Deutsche Reich gesichert waren.

Norwegen wurde [[Reichskommissar|Reichskommissariat]], sollte jedoch nach dem Willen Hitlers als selbständiger Staat bestehen bleiben und Teil des deutschen Herrschaftsgebietes sein. Im weiteren Verlauf wurde Norwegen stark befestigt, weil Hitler in der ständigen Furcht vor einer Invasion lebte. Im Februar 1942 installierte man eine Marionetten-Regierung unter [[Vidkun Abraham Lauritz Jonssøn Quisling|Vidkun Quisling]].

==== Der Westfeldzug ====
Während [[Deutschland]] die [[Siegfriedlinie]] zur [[Verteidigung]] der [[Front]] hatte, stand in [[Frankreich]] die  stark befestigte [[Maginot-Linie]]. Die [[Ardennen]] galten als natürliche Verlängerung dieser fast 130 Kilometer langen Verteidigungslinie. Die französische [[Generalität]] glaubte nicht an einen Vorstoß durch dieses Gebiet, da es besonders für Panzerkräfte als unüberwindbar galt.

Der Plan für einen [[Feldzug]] im Westen wurde von Generalleutnant [[Erich von Manstein]] mit seinen beiden Mitarbeitern, dem Oberst Blumentritt und dem damaligen Major i.G. [[Henning von Tresckow]] entwickelt. Er sah einen schnellen Vorstoß durch die Ardennen vor, um dann die [[Alliierten]] im Norden zu einer Schlacht mit verkehrter Front zu zwingen. Mit der Masse der hier zu versammelnden Panzer- und motorisierten Divisionen gedachte er durch das "Loch in den Ardennen" zum ''[[Sichelschnitt]]'' – wie ihn Churchill später bezeichnete – bis zur Kanalküste hin anzusetzen. Manstein nannte ihn schlicht den "Neuen Plan". Am [[10. Mai]] [[1940]] begann der Angriff deutscher Verbände mit insgesamt 7 Armeen auf die ''neutralen'' Staaten [[Niederlande]], [[Belgien]] und [[Großherzogtum Luxemburg|Luxemburg]]. 136 deutsche standen gegen rund 137 alliierte Divisionen. Die Offensive zielte darauf, die Alliierten glauben zu lassen, dass die [[Wehrmacht]] wie bereits im ersten Weltkrieg im Hauptangriff über Belgien vorstoßen werde, um die stark befestigte französische Ostgrenze zu umgehen. In Wirklichkeit sollte ein '' Drehtür-Effekt'' erreicht werden. Der deutsche Angriff im Nordwesten veranlasste die  [[Großbritannien und Nordirland|Briten]] und [[Franzosen]] zur gewünschten Massierung ihrer Kräfte im Nordosten. Inzwischen gelangte die Wehrmacht wie mit einem ''Sichelschnitt'' in deren Rücken. Ihr Ziel war die baldige Einnahme der Städte [[Sedan]] und [[Carignan (Ardennen)|Carignan]].
Die Franzosen, die nicht damit rechneten, dass ein Panzervorstoß über die unwegsamen Ardennen möglich sei, waren völlig überrascht, als plötzlich deutsche Panzer vor Sedan standen.

Schon am 10. Mai wurde die für uneinnehmbar gehaltene belgische Festung [[Eben-Emael]] eingenommen. Die Deutschen verwendeten dabei [[Lastensegler]], um Truppen und Material in die Festung zu schaffen. So schnell wie die deutschen Stoßtrupps [[MG-Nest]]er einnahmen und die Kuppelanlagen des [[Fort]]s sprengten, konnten sich die überraschten Belgier kaum widersetzen.
Am [[13. Mai]] erhielt [[General Guderian]] den Befehl, mit seiner Panzergruppe die [[Maas]] zu überschreiten, was auch in der Nacht zum [[14. Mai]] geschah. Die [[Royal Air Force]] versuchte mit verzweifelten Angriffen die [[Pionierbrücken]] über dem Fluss zu zerstören, verlor dabei aber ein Großteil der Flugzeuge.

Erst am [[17. Mai]] trat die französische 4. [[Panzerdivision]] unter [[Charles de Gaulle]] zu einem Gegenangriff  auf [[Montcornet]] an, der aber, nach anfänglichen Erfolgen, wegen starker [[Attacke]]n deutscher [[Sturzkampfflugzeug|Stukas]] abgebrochen werden musste. Die Alliierten wurden weiter zurückgedrängt, so dass am [[17. Mai]] [[Brüssel]] kampflos übergeben wurde.

===== Bombardierung Rotterdams =====
Die Niederländer waren, bedingt durch ihre [[Neutralität]] im Ersten Weltkrieg, noch weniger als die Belgier auf einen Krieg eingestellt, so dass ihre Armee relativ leicht geschlagen werden konnte. Die [[Kapitulation]] der niederländischen Truppen wurde nach der Bombardierung [[Rotterdam]]s eingeleitet.

Am 14. Mai lehnte der [[Stadtkommandant]] von [[Rotterdam]] das deutsche [[Ultimatum]] zur Übergabe der Stadt ab, worauf 100 [[Bomber]] zum Angriff starteten. Als diese gerade im Anflug waren, besannen sich die Niederländer und führten Verhandlungen mit den Deutschen über eine Übergabe.

Das Signal für einen Abbruch des Angriffs kam für 57 Bomber zu spät, während der Rest abdrehen konnte. Bei dem darauf folgenden [[Bombardement]] wurde die Innenstadt schwer zerstört und 900 Menschen kamen ums Leben. - Bei den Nürnberger Prozessen 1945 wurde die These vertreten, die Deutschen wollten durch dieses Bombardement die Niederlande ''durch Terror zur Kapitulation zwingen''.

Einen Tag später kapitulierten die niederländischen Truppen, und die Regierung sowie die Königin flohen nach [[London]] ins [[Exil]]. Als [[Reichskommissar]] für die Niederlande wurde [[Arthur Seyß-Inquart]] eingesetzt.

===== Die Evakuierung des Britischen Expeditionskorps - Operation Dynamo =====
Am [[19. Mai]] erreichte die deutsche 6. Armee den Fluss [[Schelde]] und stieß bis [[Abbeville]] vor. Der Vormarsch in diese Gebiete erfolgte so schnell, dass die Briten beschlossen, ihre Einheiten bei [[Dünkirchen]] zu evakuieren.

Am [[27. Mai]] begann die '''[[Operation Dynamo]]''' mit der [[Evakuierung]] von über 7500 Soldaten. Die Panzerstreitkräfte der [[Heeresgruppe A]] standen an diesem Tag zum Angriff bereit, doch die Generalität beschloss, die Alliierten mit Bombern und Artillerie anzugreifen. Die Truppen waren von ihrem schnellen Vorstoß erschöpft, während die alliierten Einheiten kaum Kämpfe bestritten hatten und somit einen unverbrauchten und gefährlichen Gegner darstellten.

Am [[4. Juni]] wurde die Operation abgeschlossen. Über 330.000 Soldaten – fast das gesamte britische Expeditionskorps – konnten evakuiert werden. Dies wurde von der britischen [[Propaganda]] als großer Erfolg gefeiert, obwohl fast die gesamte Kriegsausrüstung zurückgelassen werden musste. Doch Waffen ließen sich ersetzen, Soldaten nicht.

Die erfolgreiche Evakuierung der Armee gelang in diesem Umfang nur, weil [[Adolf Hitler|Hitler]] persönlich die deutschen Panzer vor Dünkirchen stoppen ließ. Feldmarschall Göring glaubte, seine Luftwaffe könne die Briten allein stoppen. In Anspielung auf die Ereignisse von 1914 ("Wunder an der Maas" = Stopp des Vormarsches auf Paris) sprachen die Allierten auch vom '''"Wunder von Dünkirchen"'''.
Die Gründe für diesen Anhaltebefehl sind in der historischen Forschung bis heute umstritten. Die seit den 50er Jahren immer wieder vertretene Theorie, Hitler habe die Briten nicht vernichten wollen, um sie als Verbündete gewinnen zu können, wird in der heutigen  Forschung kaum noch vertreten. Viele Experten stimmen jedoch darin überein, dass [[England]] nach einer Vernichtung seiner Armee bei Dünkirchen nicht mehr kriegsfähig gewesen wäre.

===== Der Einmarsch nach Frankreich =====
Als sich die Briten zurückzogen, bereitete sich Frankreich auf die Verteidigung vor. '''[[Fall Gelb]]''', so der deutsche Deckname für den Feldzug in Frankreich, begann am 5. Juni mit einer deutschen Offensive an der Aisne und der Somme, die auch durch die Angriffe französischer Bomber nicht gestoppt werden konnten.

Am 9. Juni überschritten Soldaten der 6. Infanteriedivision die [[Seine]], wodurch die Franzosen keine Möglichkeit mehr hatten, eine wirksame Verteidigung an dem Fluss zu errichten.
In den folgenden Tagen wurden die Franzosen sprichwörtlich überrannt. Besonders die Panzergruppen von General Guderian und General Kleist führten geradezu lehrbuchhaft den modernen Bewegungskrieg vor. Nach den deutschen Erfolgen wollte sich auch der Achsenpartner Italien einen Anteil an Frankreich sichern und so beschloss [[Mussolini]] am 11. Juni in den Krieg gegen die beiden Westalliierten einzutreten.

Am 14. Juni besetzten Teile der 18. Armee die französische Hauptstadt [[Paris]]. Um die Stadt nicht zum Kriegsschauplatz werden zu lassen, wurde sie zuvor von den Franzosen geräumt. Gleichzeitig durchbrach die Heeresgruppe C die Maginot-Linie und die symbolträchtige Festung [[Verdun]] konnte ebenfalls eingenommen werden.

Im Angesicht dieser Niederlagen beschloss Ministerpräsident [[Henri Philippe Pétain]] Verhandlungen über einen [[Waffenstillstand]] zu beginnen. Am 21. Juni mussten die französischen Unterhändler im Wald von [[Compiègne]] die demütigenden Waffenstillstandsbedingungen unterschreiben. Die Unterzeichnung des Waffenstillstandes fand in demselben Eisenbahnwaggon statt, in dem die Deutschen 1918 die Kapitulation unterschreiben mussten. Hitler triumphierte, denn er hatte den angeblichen "Erzfeind" Frankreich in die Knie gezwungen. Damit die französische Flotte nicht in deutsche Hände fallen konnte, nahmen die Briten am 3. Juli den Hafen von [[Mers-el-Kebir]] unter Beschuss. Dies forderte das Leben von 1.297 französischen Marinesoldaten und führte zu einem tiefen Misstrauen der französischen Regierung gegenüber ihren britischen Verbündeten.

Nur 6 Wochen und drei Tage hatte der Blitzkrieg im Westen gedauert. Er forderte das Leben von über 135.000 alliierten und etwa 46.000 deutschen Soldaten.

Frankreich wurde in 2 Zonen geteilt: der Norden und Osten Frankreichs war von den Deutschen besetzt. Hier befanden sich wichtige Flugfelder und Marinebasen für den Krieg gegen Großbritannien. Die Häfen am Atlantik, insbesondere [[Brest (Frankreich)|Brest]] wurden die wichtigste Operationsbasis der deutschen [[U-Boot]]e.

Der westliche und südliche Teil Frankreichs blieben unter französischer Kontrolle. [[Henri Philippe Pétain]] regierte von [[Vichy]] aus den Rest Frankreichs als Marionettenstaat des deutschen Reichs.

Literatur: Karl-Heinz Frieser, ''Blitzkrieg-Legende: der Westfeldzug 1940'', 2. Aufl., München, 1996 ISBN 3-486-56201-0

''Siehe auch:'' [[Vichy-Regierung]], [[Kollaboration]]''

===== Die Luftschlacht um England =====
''Siehe auch:'' [[Luftschlacht um England]], [[Adlertag]], [[Unternehmen Seelöwe]]

==== Jugoslawien und Griechenland ====
Mussolinis Großmachtambitionen waren bereits seit 1940 auf den Balkan gerichtet. Am 28. Oktober griffen italienische Verbände von der italienischen [[Kolonie]] [[Albanien]] aus [[Griechenland]] an. Italien hatte zuvor versucht Bulgarien als Verbündeten zu gewinnen, was jedoch wegen der ablehnenden Haltung von König [[Boris III. von Bulgarien|Boris III.]] misslang.

Hitler war über den Angriff nicht unterrichtet. Auch hatte er Operationen in dem Gebiet gar nicht geplant, da es vermutlich seine Absicht war, mit Italien die Invasion Englands vorzubereiten (''[[Unternehmen Seelöwe]]'').

Das Ziel des [[Mussolini|Duce]] war es, Griechenland im Sturm zu erobern. Doch schon am 3. November gingen die Griechen erfolgreich zum Gegenangriff über. Bis zum 14. November gerieten die Italiener endgültig in die Defensive, so dass sie sogar bis über die Grenzen Albaniens zurückgedrängt wurden. Angesichts solcher Niederlagen des Achsenpartners erließ Hitler am 13. Dezember mit dem ''[[Unternehmen Marita]]'' Weisungen für einen [[Balkanfeldzug|Feldzug auf dem Balkan]].

=== 1941 ===

Anfang des Jahres [[1941]] versuchte das Deutsche Reich im Balkankonflikt zu vermitteln. So unterbreitete man Jugoslawien den Vorschlag, dem Dreimächtepakt beizutreten, was jedoch abgelehnt wurde. Griechenland verzichtete ebenfalls auf jeden Vermittlungsversuch, da sie die italienischen Soldaten an jeder Front zum Rückzug zwingen konnten. Eine italienische Großoffensive am 9. März geriet zum Desaster.

Am 27. März trat Jugoslawien schließlich dem Dreimächtepakt bei. Die Folge waren Demonstrationen und ein [[Putsch]] gegen die Regierung des Prinzregenten Paul, worauf der Beitritt wieder rückgängig gemacht wurde.
Nun war der Balkanfeldzug nicht mehr aufzuhalten. Am 6. April überschritten Wehrmachtsverbände die Grenze nach Jugoslawien, und die Luftwaffen der Achsenmächte begannen [[Belgrad]] mit schweren Bombardements in Schutt und Asche zu legen. Der weitere Vormarsch erfolgte wie im Manöver. Bereits am 10. April war die kroatische Hauptstadt [[Zagreb]] besetzt. Belgrad fiel zwei Tage später unter dem Druck deutscher Panzerverbände. Am 17. April unterschrieben die jugoslawischen Befehlshaber schließlich die [[bedingungslose Kapitulation]]. In der Folgezeit kämpften Serben, die kommunistischen [[Jugoslawische Partisanen|Partisanen]] und die königstreuen [[Tschetnik]]s gegen die deutschen Besatzer, während die Kroaten zumeist auf deutscher Seite standen, da sie sich bisher von Serben unterdrückt fühlten.''

Ebenfalls am 6. April begann der deutsche Feldzug gegen Griechenland. Die in Bulgarien stationierte 12. Armee unter Generalfeldmarschall [[Wilhelm List]] überschritt die Grenze in Richtung [[Saloniki]]. Anders als in Jugoslawien, war der griechische Widerstand stellenweise ausgesprochen hart. Besonders in den Gebirgsanlangen und im Gebiet der stark verteidigten Metaxa-Linie stießen die Soldaten nur langsam und unter hohen Verlusten durch das bergige Nordgriechenland in das Landesinnere vor.

Am 9. April fiel Saloniki. Gleichzeitig wurden die griechischen Heere in [[Mazedonien|Ostmazedonien]] abgeschnitten und die Metaxa-Linie stärker bedrängt. Die griechischen Verstärkungen von der albanischen Front wurden bei ihrem Vormarsch durch die gebirgige Landschaft und von deutschen und italienischen Panzereinheiten sowie Luftangriffen behindert. Am 21. April mussten 223.000 griechische Soldaten kapitulieren.

Die Briten, welche ebenfalls in Griechenland stationiert waren, bauten unterdessen eine Verteidigung am [[Thermopylen]] auf. Diese wurde am 24. April überrannt, worauf die Alliierten eine amphibische Evakuierungsoperation einleiten mussten, in der 50.000 Soldaten nach [[Ägypten]] verschifft wurden. Am 27. April rückte die Wehrmacht schließlich in [[Athen]] ein.

==== Schlacht um Kreta ====

Am 25. April entschlossen sich die Führer der Achsenmächte zu einer Luftlande-Invasion der Insel [[Kreta]] ([[Unternehmen Merkur]]).

Die Operation war durch zahlreiche Probleme behindert worden. Es existierten weder genügend Transportmittel um die Soldaten zu den Startbahnen der Flugzeuge zu bringen, noch war ausreichend Treibstoff vorhanden. So war man gezwungen, den eigentlichen Angriffstermin um 2 Tage auf den 20. Mai zu verschieben.

Am Invasionstag brachten 593 Transportflugzeuge die deutschen Luftlandeeinheiten über Kreta. Diese bildeten durch ihre [[Fallschirm]]e ein leichtes Ziel für die Luftabwehr, so dass viele [[Fallschirmjäger]] bereits im Flug getötet oder verwundet wurden. Die gelandeten Einheiten konnten zunächst auch keine Flugplätze für Nachschub und Verstärkungen (insbesondere [[Artillerie]] und Fahrzeuge) erobern. Außerdem gab es keine Funkverbindung zum deutschen Hauptquartier in Athen, da die Funkgeräte bei den Landungen zerstört wurden.

Erst mit verstärktem Einsatz der [[Luftwaffe]] und einigen erfolgreichen Landungen auf umkämpften Flugplätzen stabilisierte sich die Situation für die Angreifer. Die Alliierten, darunter auch Neuseeländer und Australier, verteidigten Kreta eine Woche lang, bis sie sich dann mit etwa 17.000 Mann absetzten. Die Deutschen hatten über 3.500 Tote und mehr als 2.500 Verwundete zu beklagen. Auf Seiten der Briten waren über 15.000 Mann gefallen beziehungsweise gerieten in Gefangenschaft. Aufgrund dieser hohen Verluste beschloss Hitler, in Zukunft keine Luftlandungen mehr durchzuführen.

=== Unternehmen Rheinübung ===
Um den Druck auf die [[Nachschub]]transporte zu den britischen Inseln zu erhöhen und um den [[U-Boot]]-Krieg zu unterstützen, lief im Mai [[1941]] ein [[Geschwader]] aus [[Gotenhafen]] mit Ziel [[Atlantik]] aus. Es bestand aus dem neuen [[Schlachtschiff]] [[Bismarck (Schlachtschiff)|Bismarck]], dem Schweren [[Kreuzer (Schiff)|Kreuzer]] [[Prinz Eugen (Schiff)|Prinz Eugen]] und einigen [[Zerstörer]]n. Die Aktion bekam den [[Deckname]]n ''[[Unternehmen Rheinübung|Rheinübung]]''.

Die britische Führung erhielt von der sich anbahnenden Gefahr erst Kenntnis, nachdem die Großkampfschiffe in einem [[Norwegen|norwegischen]] [[Fjord]] von [[Flugzeug]]en ausgemacht wurden. Es konnte nicht verhindert werden, dass die Bismarck und Prinz Eugen Kurs Nordwest nahmen. Der an Bord des [[Flaggschiff]]es Bismarck befindliche Flottenchef Admiral [[Günther Lütjens]] gedachte, über die [[Dänemarkstraße]] nach dem Atlantik auszubrechen.

Die britische [[Home Fleet]] antwortete mit einem Geschwader aus dem alten Schlachtkreuzer [[HMS Hood]], dem Schlachtschiff [[Prince of Wales (Schiff)|Prince of Wales]] und zwei Leichten Kreuzern. In der Dänemarkstraße kam es am [[24. Mai]] zur Schlacht, in der die Hood nach kurzer Zeit vernichtet und die Prince of Wales schwer beschädigt wurde. Da aber auch die deutschen Schiffe Beschädigungen aufwiesen, wollte Lütjens nach [[Brest (Frankreich)|Brest]] zurückkehren und die Aktion abbrechen.

Nachdem durch aufgefangene Funksprüche klar war, dass die deutschen Schiffe einer eiligst zusammengetrommelten feindlichen Übermacht nicht entkommen konnten und die Bismarck obendrein durch einen [[Torpedo]]treffer manövrierunfähig geworden war, entließ Lütjens die Prinz Eugen. Am [[27. Mai]] 1941 fand die Entscheidungsschlacht statt, und die Bismarck ging mit den meisten der 2092 Mann an Bord unter, darunter auch Lütjens und der Kommandant, Kapitän zur See Lindemann. Nur 115 Mann wurden gerettet. Neuere Forschungen haben allerdings erwiesen, dass die britische Marine nicht in der Lage gewesen war, die Bismarck durch Schiffsartillerie zu versenken (Nur 5 von knapp 1500 Projektilen durchdrangen die erste Panzerwand), sondern diese durch deutsche Marinesoldaten versenkt wurde.

=== Der Überfall auf die UdSSR ===
==== Militärischer Verlauf ====

Der Balkanfeldzug hatte den Angriffszeitpunkt für einen Überfall auf die Sowjetunion um 4 Wochen verschoben. Der Angriff unter dem Decknamen [[Unternehmen Barbarossa]] fand nun erst am [[22. Juni]] 1941 statt. Diese Verzögerung und ein ungewöhnlich früh einsetzender Winter führten dazu, dass der Vormarsch nicht wie geplant ablaufen konnte und das operative Ziel, das Erreichen der Linie Archangelsk-Astrachan, nicht erreicht wurde. Obwohl man auf deutscher Seite errechnete, dass die Versorgung der Wehrmacht nur bis zu einer Linie ermöglicht werden könnte, die entlang [[Pskow]], [[Kiew]] und der [[Krim]] verlief, verlangte Hitler die Eroberung Moskaus im Rahmen eines einzigen, ununterbrochenen Feldzuges. Durch die rücksichtslose Requirierung von Nahrungsmitteln und kriegswichtigem Material in den von der Wehrmacht zu erobernden Gebieten sollte das erwartete Versorgungsproblem gelöst werden. Zudem kalkulierte die Wehrmacht den Hungertod zahlreicher sowjetischer Gefangener fest ein. Tatsächlich sollten von über 3 Millionen Soldaten der Roten Armee, die bis Ende 1941 in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten, weniger als 100.000 den Krieg überleben. Hier sind jedoch die mindestens eine Million Kriegsgefangene zu berücksichtigen, die nach ihrer Gefangennahme auf deutscher Seite in den [[Ostlegionen]] oder in der [[Wlassow-Armee]] kämpften. Nach ursprünglicher Planung hätte der Feldzug bis zum Wintereinbruch beendet sein sollen und es sollten nur etwa 50-60 Besatzungsdivisionen im Land bleiben. Nur für diese Divisionen war Winterkleidung vorhanden.
Für den Überfall standen drei Heeresgruppen (Nord, Mitte, Süd) bereit. Die Heeresgruppe Nord (von Leeb) sollte die [[Baltikum|baltischen]] Staaten erobern und dann nach [[Leningrad]] vorstoßen. Auf der Heeresgruppe Mitte (von Bock) lag die Hauptlast. Sie sollte nach Moskau vorrücken und war entsprechend stark gerüstet. Die Heeresgruppe Süd (von Rundstedt) sollte die [[Ukraine]] erobern.

Ebenfalls an dem Feldzug beteiligt waren italienische, finnische, rumänische und ungarische Verbände. Selbst die Slowakei stellte zwei schwache Infanterie-Divisionen sowie eine motorisierte Brigade. Im Laufe des Sommers kam noch eine spanische Freiwilligendivision, die sog. ''[[Blaue Division]]'' zur Heeresgruppe Nord und ein französisches Infanterieregiment zur Heeresgruppe Mitte. Insgesamt ergab sich damit eine Gesamtstärke zum 10. September 1942 von 648.000 Mann.

Auch vom besetzten Norwegen aus wurden Angriffe gegen die Sowjetunion unternommen. Sie zielten insbesondere auf [[Murmansk]] und die dortige Eisenbahnverbindung, die ''Murman-Bahn'', über die britische- und US-amerikanische Hilfslieferungen auf Schiffen nach [[Moskau]] gelangten.
Mehrere Unternehmen in Richtung Murmansk (Operation ''Silberfuchs'', ''Platinfuchs'') und auf die ''Murman-Bahn'' (Operation ''Polarfuchs'') blieben erfolglos. Dies lag zum einen an den extremen klimatischen Verhältnissen sowie dem wegelosen Tundren-Gelände, zum anderen an den nur schwachen deutschen Kräften.

In den frühen Morgenstunden des  22. Juni 1941 begann der Vormarsch von 149 Divisionen (darunter alle motorisierten und gepanzerten deutschen Kräfte) über die sowjetische Grenze.
2 Divisionen operierten von Finnland. 8 Divisionen waren in Norwegen stationiert, 1 Division stand in Dänemark, 38 verblieben im Westen. 2 Divisionen kämpften in Nordafrika und 7 Divisionen standen im Balkan.

Trotz vieler Hinweise war die untere und mittlere Führung der Sowjetunion nicht auf einen Angriff eingestellt. Viele der russischen Soldaten an der Grenze ergaben sich ohne Widerstand, während die motorisierten deutschen Truppen zunächst zügig vormarschieren konnten. In letzter Zeit findet die bereits von den Ideologen des 3. Reichs ausgestreute [[Präventivschlagthese]], wonach die Rote Armee kurz von einem Überfall auf Deutschland stand, auch unter Historikern Gehör. Nach dieser These ist der unerwartet schwache Widerstand bei den Grenzkämpfen der ersten Tage und Wochen damit zu erklären, dass auf sowjetischer Seite die Rote Armee gefechtsmäßig für einen Angriff gegen das Reich gegliedert war. Truppen in einer Defensiv-Aufstellung sind völlig anders gegliedert und wären nicht so leicht zu zerschlagen gewesen. Selbst wenn dies zuträfe, war es der deutschen Führung nicht bekannt. Die Lagebeurteilungen der Generalstabsabteilung "Fremde Heere Ost" hatte noch am [[13. Juni]] keine Hinweise für sowjetische Offensivpläne feststellen können. Zudem waren Hitlers Kriegspläne bereits in den 20er Jahren in "Mein Kampf" und seinen Reden angekündigt worden.
Erst am 29. Juni fasste sich die sowjetische Führung und rief den ''Großen Vaterländischen Krieg'' aus. Kurz zuvor waren bereits [[Minsk]] in der [[Kesselschlacht bei Minsk]] und [[Bialystok]] eingeschlossen und wenig später besetzt worden.

Am 26. September fand die Schlacht von [[Kiew]] ihr Ende. 665.212 Gefangene mit entsprechender Beute wurden gezählt. Es war im Gesamteindruck eine Niederlage von einmaligem Umfang: Die Truppen der sowjetischen Südwestfront mit 4 Armeen sowie starke Teile von zwei weiteren Armeen waren vernichtet. Der Zusammenhang der sowjetischen Front war in einer Breite von über 400 km aufgerissen. Der Sieg schuf die erwarteten Voraussetzungen für die Fortführung der Operationen der an ihm beteiligten Heeresgruppen Süd und Mitte, so konnte die ukrainische Hauptstadt besetzt werden.
Auf der Krim erzielte Geländegewinne waren nur vorübergehend, wobei von deutschen Truppen zurückgelassene Schwerverwundete umgebracht wurden.

In Deutschland wuchs inzwischen die Euphorie. Über 660.000 Gefangene wurden in der Doppelschlacht bei Wjasma und Brjansk gemacht. Eine völlig neue Methode bei diesen Umfassungsschlachten – moderne [[Cannae]]s – bestand darin, dass die Umfassungskräfte aus zwei Ringen zusammengesetzt waren. Den inneren Ring bildeten die Infanteriedivisionen, den äußeren die Panzerkräfte. Aufgrund dieser gewaltigen Erfolge meldet das [[Oberkommando der Wehrmacht]] (kurz: OKW) schon im Oktober, dass die Entscheidungsschlacht bevorstünde. Auch die deutsche Bevölkerung glaubte, dass die Soldaten noch vor dem Winter zu Hause sein könnten. Doch schon im selben Monat begann es zu schneien und zu regnen. Daraufhin blieb die Offensive im Schlamm stecken und nur noch wenige Gebietsgewinne waren zu verzeichnen.

Weil die deutschen Soldaten Moskau immer näher rückten, kam es am 10. Oktober zu einer Panik, bei der Menschenmassen versuchten, per Zug oder Auto nach Osten zu entkommen. Diese Unruhen wurden von der sowjetischen Führung brutal niedergeschlagen, wobei viele Moskauer umkamen.

Am 16. Oktober evakuierte man verschiedene Regierungsstellen aus Moskau. Einzig Stalin beschloss noch in der Stadt zu bleiben. Am 20. Oktober wurde die Doppelschlacht von [[Wjasma]] und [[Brjansk]] zum Ende geführt und die Wehrmacht konnte zeitverzögert den Vormarsch in Richtung Moskau fortsetzen. Mitte November setzte der [[Frost]] ein, was dazu führte, dass die Wege einfroren und somit wieder befahrbar waren.

Der Angriff auf Moskau blieb wegen der sich versteifenden sowjetischen Gegenwehr stecken. Am 5. Dezember setzte eine sowjetische Gegenoffensive mit frischen Einheiten aus Sibirien unter General [[Georgi Schukow|Schukow]] ein, wodurch an eine Einnahme der Hauptstadt nicht mehr zu denken war. Die kalten Temperaturen (bis -30 Grad Celsius) führten dazu, dass die Gewehre und Geschütze verklemmten, dass das Motoröl und das Benzin eindickte und dass den Soldaten die Finger erfroren.

Die Rote Armee hatte sich neu organisiert. Die Kriegsproduktion wurde, unerreichbar für die deutsche Luftwaffe, hinter den [[Ural (Gebirge)|Ural]] verlegt. Neue Soldaten kamen nun aus den fernen Ländern des sowjetischen Reiches, und der neue Panzer [[T-34]] wurde in weitaus größeren Mengen produziert als die deutschen Panzermodelle.

Während der Kämpfe vor Moskau wurde hier dringendst benötigtes Material und Panzer im Reichsgebiet zurück gehalten. Nach Hitlers Vorstellung sollten acht schnelle Divisionen im Westen « tropeneinsatzfähig» gemacht werden. Es bestand die Absicht über den Kaukasus in den Nahen Osten auszugreifen. Im Hochgefühl der deutschen Siege war ursprünglich von einer «Expeditionsarmee» im Umfang von etwa 30 motorisierten- und Panzerdivisionen ausgegangen.

Überdies waren die deutschen Truppen in keiner Weise für den Winter ausgestattet, weil Hitler an einen schnellen Feldzug glaubte und meinte, Russland könne innerhalb von ein paar Monaten erobert werden. Deshalb trugen die Soldaten Sommeruniformen und im "Altreich" musste eine Pelz- und Wollsammlung zugunsten der Truppe durchgeführt werden.

Am 16. Dezember gab Hitler den Befehl zum Halten. Er verbot jegliche Rückwärtsbewegung, da er befürchtete, dass die gesamte Front auseinander fallen könnte. Bis zum Ende des Jahres wurde die Wehrmacht jedoch weiter zurückgedrängt. Damit hatten sie die erste große Schlacht im Osten verloren und man spricht in der Forschung heute von der Kriegswende vor Moskau.
Die Beweglichkeit der Truppe und ihre Versorgung mit Nachschubgütern aller Art sanken durch die erheblichen Verluste/Ausfälle an Kraftfahrzeugen sowie an Zugmaschinen und Pferden weiter ab und überstiegen die Zuweisungsmöglichkeiten deutlich. Bis Ende 1941 wurden über 400.000 Soldaten der Wehrmacht und deren Verbündeten im Rahmen des Russlandfeldzugs getötet oder verwundet.

==== Finnland ====
Nach Sowietischem Angriff am 25. Juni versucht [[Finnland]], im [[Fortsetzungskrieg]] mit deutscher Unterstützung, die im [[Winterkrieg]] an die Sowjetunion verlorenen Gebiete in [[Karelien]] zurückzuerobern. Nachdem es dieses Ziel im Sommer 1941 erreicht hatte, blieb Finnland jedoch nicht defensiv, sondern setzte bis in Dezember fort, um umstrittene, aber nie zuvor finnisch gewesene, karelische Gebiete zu besetzen.

==== Wirtschaftliche Faktoren ====
Die ausschließlich operationsgeschichtliche Darstellung des Russlandfeldzuges engt die Wahrnehmung ein und erfordert daher zumindest in Teilbereichen die Berücksichtigung und Beschreibung der Wirtschaft und personellen Ressourcen des Reiches.

Bereits 1939 verhinderte die unvollkommene personelle und materielle Ausstattung die einheitliche Gliederung der Infanteriedivisionen. Von Anfang an gab es ein starkes qualitatives Gefälle unter den Verbänden des Feldheeres, wobei hiermit materielle Ausstattungsmängel ebenso gemeint sind wie fehlende oder zu alte Reservisten. In den bisherigen Blitzkriegen wirkte sich dieses Manko kaum aus. In einem länger werdenden Krieg musste es sich negativ auswirken. Auch die Panzerverbände, Kernstück der Blitzkriegtaktik, litten an materieller Unterversorgung. Zu keinem Zeitpunkt des Krieges verfügten sie über die Soll-Ausstattung. So waren die [[Panzerkampfwagen II]] noch zu Beginn des Russlandfeldzuges im Einsatz obwohl dieser Panzer bereits bei Beginn des Polenfeldzuges durch neuere Panzer abgelöst sein sollte.

Die deutsche Wirtschaft wurde nur langsam auf die [[Kriegswirtschaft Deutschland (1939-1945)|Kriegsproduktion]] umgestellt. Zum einen hielt man dies im Hinblick auf die bisherigen Blitzfeldzüge für überflüssig, zum anderen wollte man Einschränkungen bei der Zivil-Versorgung der Bevölkerung vermeiden. Es fehlte an der so genannten '''"Tiefenrüstung"''', das heißt, dass selbst zu Beginn des "Totalen Krieges" im Januar 1943 nicht die ''gesamte'' Wirtschaft auf die Kriegsproduktion eingestellt war.

Nur die weitgehende Motorisierung hatte die Wehrmacht mit einigen Eliteverbänden zu weiträumigen Angriffsoperationen befähigt und die Überlegenheit in der Führungskunst zur Geltung gebracht. In der Leistungsfähigkeit seiner Kraftfahrzeugindustrie lag das Reich im Vergleich an 15. Stelle. Lediglich bei Motorrädern besetzte Deutschland einen einsamen Spitzenplatz. Folgerichtig waren Kradschützen-Einheiten aufgebaut worden, die den Begriff der '''Schnellen Truppen''' mitprägten und eben die schnellste und beweglichste Waffengattung des Heeres war. Diese waren jedoch in den Staub-, Schlamm- und Schneewüsten Russlands verschlissen worden und mussten aufgelöst werden. Die Nachfolge trat bald darauf der [[Kübelwagen|VW-Kübelwagen]] an.

Die UdSSR musste im ersten Jahr des deutschen Überfalls einen großen Verlust an Truppen und Material kompensieren. Durch die Weite des Landes hatte man die Möglichkeit, die Industrie vor den vorrückenden Feindtruppen in Sicherheit zu bringen: Ganze Fabrikanlagen wurden demontiert und östlich des Ural wieder aufgebaut um dort die dringend benötigten Rüstungsgüter zu produzieren. Die Verlegung brachte aber einen zeitweiligen Produktionseinbruch mit sich. Die UdSSR erhielt in dieser kritischen Phase Hilfe durch die USA, die mit dem [[Lend-Lease-Act]] den Weg für einen groß angelegten Export von Rüstungsgütern ebnete.
Nach der Umsiedlung der Industrieanlagen steigerte die UdSSR die Kriegsproduktion in rasanter Geschwindigkeit und wuchs bis 1944. Dabei überflügelte sie in vielen Bereichen den Ausstoß der deutschen Industrie. Der UdSSR kam hier die seit der Revolution vorangetriebene Zentralisierung der Wirtschaft zu gute.

==== Der Partisanenkrieg ====
Hitlers Pläne für die ''"Neuordnung"'' Europas sahen die Unterwerfung großer Gebiete des Kontinents bis zum Ural vor. Teile Frankreichs, die Beneluxstaaten, die deutschsprachigen Gebiete der Schweiz, Dänemark, Elsass-Lothringen und der Westteil Polens sollten dem Deutschen Reich "eingegliedert" werden. Dies stieß in den besetzten Staaten bald auf Widerstand, in Dänemark empfand die Bevölkerung die deutsche Besatzung nach den Worten des Königs als "Alpdruck". In den Niederlanden mussten die Deutschen die dortige Polizei entwaffnen, weil sie einen Aufstand befürchteten. Der pro-deutschen Bewegung des Vidkun Quisling in Norwegen folgte keine Massenbewegung der Bevölkerung, die Mehrheit lehnte die Deutschen ab. Die schärfsten Formen des Widerstands traten in Frankreich auf, wo die [[Résistance]], darunter die [[Maquis]] (nach dem mediterranen Buschgestrüpp "maquis" benannt) gegen die deutsche Besatzung kämpfte.

In Polen, auf dem Balkan und in Russland hatten die deutschen Besatzer von vornherein schärfere Ziele. Der ''"Generalplan Ost"'' sah die Dezimierung der slawischen Völker um ca. 30 Millionen die Unterdrückung der Übrigen vor. Die Maßnahmen der Deutschen waren brutal: Die Schulen in Russland wurden geschlossen, die Juden erschossen, Zwangsarbeiter wurden nach Deutschland gebracht und die Kriegsgefangenen wurden schlecht behandelt. Dies steigerte den Hass der Bevölkerung gegen die deutschen Besatzer. In Russland, in der Ukraine, in Griechenland und in Serbien (unter ''Marschall Tito'') kämpften Partisanenarmeen, teils waren sie kommunistisch, teils nationalistisch. Die polnische "Heimatarmee" allerdings konnte nur auf wenig Unterstützung von außen hoffen. Aus dem ständigen Kleinkrieg gegen die deutsche Armee gingen die Partisanen häufig als Sieger hervor. Gegen Ende des Krieges konnten größere Gebiete von den deutschen Besatzern befreit werden.

=== 1942 ===
==== Die zweite Offensive im Osten ====
Nachdem Hitler im Winter 1941 einen Haltebefehl für alle Kräfte an der Ostfront gegeben hatte, stabilisierte sich die Lage etwas. Die Rote Armee hatte inzwischen gewaltige Kräfte aufgeboten, die der Wehrmacht stellenweise zehnfach überlegen waren, denen aber eine entscheidende Schwächung der Deutschen noch nicht gelang. Die Schlammzeit im Frühjahr 1942 führte zu einer relativen Ruhe an der Front, da sämtliche motorisierten Kräfte stillstanden. Hitler und das [[Oberkommando des Heeres|OKH]] kamen nun zu der Einsicht, dass der Gegner noch lange nicht besiegt sei und man begann Pläne für das weitere Vorgehen im Osten zu entwickeln. Der Plan, eine möglichst defensive Haltung einzuschlagen, wurde bald verworfen; einzig und allein eine weitere Offensive würde die Sowjets weiter schwächen können. Aufgrund des langen Frontverlaufes und wegen der bisherigen hohen personellen und materiellen Verluste der Wehrmacht war an eine Großoffensive, die sich über die gesamte Front erstreckte, nicht zu denken. Während im Bereich Mitte und Nord zur Verteidigung übergegangen wurde, sollte mit allen gepanzerten und motorisierten Kräften die Sommeroffensive mit Stoßrichtung in den Kaukasus durchgeführt werden. Besonders die reichen [[Öl|Ölquellen]] in dem Gebiet standen dabei im Mittelpunkt der deutschen Offensivbemühungen.

In den Frühjahrsschlachten des neuen Jahres konnte am 28. Mai unter enorm hohen Verlusten für die Rote Armee [[Charkow]] in einem Vernichtungssieg erobert werden.

Nachdem 1941 die [[Krim]] bis auf die Halbinsel Kertsch und das Belagerungsgebiet um [[Sewastopol]] in deutscher Hand war, sollte 1942 der restliche Raum als Vorbereitung der Offensive in Richtung Kaukasus in Besitz genommen werden. Vorbedingung war die Rückeroberung der Halbinsel Kertsch. Vom 15. bis 21. Mai fanden die Kämpfe ihr Ende. Die Parpatsch-Stellung war durchbrochen worden und Trümmer der zerschlagenen sowjetischen Verbände retteten sich über die Straße von Kertsch auf die Taman-Halbinsel. Insgesamt 170.000 Rotarmisten, etwa 21 Divisionen, gerieten in deutsche Gefangenschaft. Am 2. Juni begann die eigentliche Schlacht auf der [[Krim]] um [[Sewastopol]], dessen Verteidiger sich erbittert wehrten und endete am 5. Juli. Hierbei wurde erstmals ''[[Dora (Geschütz)|Dora]]'', das größte Eisenbahngeschütz aller Zeiten mit einem Kaliber von 80 cm eingesetzt. Die Krim hatte knapp neun Monate lang eine ganze Armee gebunden, auf einem zwar nicht nebensächlichen, doch isoliertem Kriegsschauplatz. Propagandistisch wurden mit diesem Sieg sowie der fast gleichzeitigen Einnahme [[Tobruk]]s in Nordafrika erneut große Hoffnungen in der deutschen Bevölkerung geweckt.

Am [[21. Juli]] überschritten deutsche Kräfte den [[Don (Russland)|Don]], wodurch die ersten Schritte für den Vormarsch auf Stalingrad eingeleitet wurden. Zwei Tage später konnte [[Rostow]] erobert werden. Nach der Teilung der Heeresgruppe Süd in die Heeresgruppen A (Generalfeldmarschall List, ab November unter  Generaloberst [[Ewald von Kleist (Generalfeldmarschall)|von Kleist]]) und B (Generaloberst  [[Maximilian von Weichs|Freiherr Maximilian von Weichs]]) begann die [[Heeresgruppe A]] am [[26. Juli]] den konzentrischen Vormarsch in Richtung [[Kaukasus]], während die Heeresgruppe B auf die Wegnahme Stalingrads angesetzt wurde. An den Kämpfen im Kaukasus beteiligten sich 20 von den späteren 90 [[Ostlegionen]]. Diese Aufstellungen nationaler Minderheiten unter deutschem Kommando waren Ausdruck einer seit dem Winter 1941/42 verstärkten Bemühung, die rein militärische Kriegsführung im Osten mit einer Form politischer Kriegsführung zu verbinden. Der Masseneintritt ehemaliger Rotarmisten in die deutschen Streitkräfte war die Stalin bewusste "Achillessehne" der russischen Wehrkraft und wird in der Geschichtsschreibung des «Großen Vaterländischen Kriegs» bis heute gerne übergangen.
In der Roten Armee häuften sich Anzeichen von Disziplinlosigkeit, ganze Truppenverbände liefen zu den Deutschen über. Beim Vormarsch wurde von stark antibolschewistischer Einstellung russischer Bevölkerungsteile berichtet.

In dieser Krisensituation befahl Stalin «Rückzugsstimmung der Truppe» bedingungslos zu unterbinden. Nun entstanden die berüchtigten Sperrverbände des NKWD. Unmittelbar hinter unzuverlässigen Divisionen sollten sie im Fall eines ungeordneten Rückzugs jeden Flüchtenden erschießen.

Insgesamt liefen die Operationen, was den Raumgewinn im Kaukasus betrifft, innerhalb weniger Wochen ab. Am 4. August wurde [[Stavropol]] eingenommen, am 9. August Krasnodar- und der Kuban überschritten. Den rumänischen Verbündeten gelang es die sowjetische Verteidigung an der Ostküste des [[Asowschen Meeres]] von Norden her aufzurollen und die Taman-Halbinsel von «rückwärts» her zu öffnen. Maikop fiel am 9. August in deutsche Hand und die Zugänge zur Ossetischen- und Grusinischen Heerstraße wurden in Besitz gebracht. Auch das [[Elbrus-Massiv]] selbst wurde genommen, am 21. August wehte auf dem 5.633 m hohen Gipfel die [[Reichskriegsflagge]]. Ein am 26. August beginnender Angriff auf Tuapse wurde nach zwei Tagen angehalten, dafür wurden am 31. August und am 6. September nach schweren Kämpfen die Hafenstädte Anapa sowie Novorossijsk, wichtigster Stützpunkt der Schwarzmeerflotte, genommen. Im Hochgebirge hatten deutsche Truppen die wichtigsten Passübergänge eingenommen und vorübergehend auf breiter Front nach Süden überschritten – sie standen 20 km vor der Küste des Schwarzen Meeres bei [[Gudauta]]. Östlich des Elbrus standen die deutschen und rumänischen Truppen in den Flussabschnitten des Baksan und des Terek bis Naurskaja. Nördlich davon verlor sich die Front an der Kuma, in der Nogajer Steppe und in der Kalmykensteppe.

Am 9. September enthob Hitler Feldmarschall List seines Kommandos als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe A. Bis zum 22. November 1942 übernahm er die Führung der Heeresgruppe persönlich und beauftragte dann Generaloberst v. Kleist mit dem Oberbefehl.
Die Offensivbewegungen der Heeresgruppe waren ohnehin bereits zum Abschluss gekommen, als durch die Einkreisung der 6. Armee bei Stalingrad eine ernste Gefahr für die südlich des Don stehenden Truppen heraufzog. Als die sowjetischen Truppen am 27. Dezember die Stalingrader Front durchstießen, mussten die besetzten Gebiete im Kaukasus von der Heressgruppe A aufgegeben werden. Die am 31. Dezember eingeleitete Rückzugsbewegung vollzog sich in drei Etappen, wobei der Kuban-Brückenkopf trotz ständiger Einengung bis zum 9. Oktober 1943 behauptet werden konnte.

==== Stalingrad ====
Am 23. August 1942 begannen etwa tausend Flugzeuge Brandbomben auf Stalingrad zu werfen. Am selben Tag konnten deutsche Panzer zum ersten mal in die Außenbezirke von [[Wolgograd|Stalingrad]] eindringen.  In erbitterten Einzelkämpfen in den Häusern und Straßen der Stadt kamen die Deutschen nur unter hohen Opfern voran. Schließlich beherrschte die Wehrmacht zwar etwa 90% der Stadt, die zum Trümmerhaufen geworden war, die vollständige Inbesitznahme misslang jedoch.
Am [[19. November]] begann die Gegenoffensive der Roten Armee, wobei die rumänischen Linien im Süden durchbrochen werden konnten. Die Rote Armee setzte bei dieser als "Operation Uranus" bezeichneten Offensive über 1 Million Soldaten, 13.000 Geschütze und 900 Panzer ein. Wenige Zeit später vereinten sich diese Truppen in [[Kalatsch]] mit sowjetischen Verbänden, die vom Norden her die deutschen Stellungen durchbrachen. Damit war die 6. Armee eingekesselt. Die von Göring versprochene Luftversorgung war völlig unzureichend und führte recht bald zur Unbeweglichkeit der Verbände und zur völligen Entkräftung der Soldaten. Selbst ein Entsatzangriff der Armeegruppe Hoth, der bis zu 60 Kilometer an die Stadt heranführte, scheiterte. General Paulus fühlte sich an den Halte-Befehl Hitlers gebunden und konnte sich nicht dazu durchringen, den Befehl zum Ausbruch zu geben (siehe [[Schlacht um Stalingrad]]).

=== 1943 ===
==== Die Ostfront ====
Am 10. Januar griffen 7 sowjetische Armeen in einer groß angelegten Gegenoffensive die deutschen Truppen im Kessel von [[Stalingrad]] an. Als Folge der Offensive verlor die 6. Armee ihre wichtigen Flugplätze Pitomnik und Bassargino. Am 22. Januar gab Hitler den ausdrücklichen Befehl, die letzten Stellungen in Stalingrad zu halten. Die 6. Armee war inzwischen in zwei Kessel gespalten worden, viele Landser litten an Erfrierungen und der Nachschub war praktisch nicht vorhanden. Am 2. Februar blieb den Befehlshabern nur noch die Möglichkeit der Kapitulation, worauf knapp 100.000 Soldaten in Gefangenschaft gerieten. Die [[Schlacht um Stalingrad]] markierte einen psychologischen Wendepunkt im Krieg. Ab diesem Zeitpunkt war der Glauben an den "Endsieg" in der deutschen Bevölkerung kaum noch vorhanden.

Die Stärke der nicht-deutschen Truppen betrug Anfang 1943 rund 176 Verbände mit rund 150.000 Mann. Hinzugekommen waren Anfang 1943 noch zwei Infanteriedivisionen.

Auf dem Südflügel entwickelte sich im Raum Charkow-Belgorod die Lage sehr kritisch. Am 9. Februar musste die Gebietshauptstadt Belgorod geräumt werden.

Am Morgen des 16. Februar musste die Stadt [[Charkow]] aufgegeben werden, um der drohenden Einkesselung zu entgehen – die spektakulärste Niederlage in den Wochen nach [[Stalingrad]]. Am 21. Februar begann die deutsche Gegenoffensive. Manstein verfügte lediglich über 354 Panzer, wobei ihm etwa 1.800 sowjetische Panzer gegenüberstanden. Bis zum 5. März wurde das Gebiet bis zum mittleren Donec zurückerobert. Es wurden erhebliche Geländegewinne erzielt, einem völlig irritierten Gegner hohe Verluste beigebracht und wieder eine geschlossene Front hergestellt, wodurch der völlige Zusammenbruch der Ostfront im Frühjahr 1943 verhindert wurde. [[Charkow]] wurde am 14. März zurückerobert. Eine weitere Offensive im Sommer, die [[Operation Zitadelle]], sollte den Frontbalkon bei Kursk ausräumen, musste jedoch auf dem Höhepunkt der Schlacht wegen der Landung der Alliierten auf Sizilien abgebrochen werden. Die Rote Armee konnte die Offensive unter hohen Verlusten zum Stehen bringen ([[Schlacht_bei_Kursk|Panzerschlacht bei Kursk]], genauer: [[Prochorovka]]).

Nach mehreren sowjetischen Gegenoffensiven in den folgenden Monaten musste die Wehrmacht an der ganzen Front den Rückzug antreten, wobei auch die Halbinsel Krim geräumt werden musste. Bis zum Ende des Jahres war Kiew wieder in der Hand der Sowjets, Deutschland gingen die Verbündeten verloren und in Italien errichteten die Alliierten eine zweite Front.

==== Deutschland ====
Die Alliierten setzten erstmals [[Täuschung]]stechniken ([[Codename Window]]) gegen die Radaranlagen des deutschen Luftverteidigungssystems ein. Anschließend begann
die  britische Luftwaffe Ende Juli 1943 die [[Operation Gomorrha]] auf [[Hamburg]]. Es waren die damals schwersten Angriffe in der Geschichte des Luftkrieges. Sie töteten etwa 35.000 – 45.000 Menschen und machten eine Million Menschen obdachlos.

=== 1944 ===
==== Italien ====
Nachdem sich die Alliierten schwere Gefechte mit den Truppen der Wehrmacht lieferten, konnten sie die Deutschen nach einer Landung bei [[Anzio]] (Operation ''Shingle'' [[21. Januar]]) weiter in Bedrängnis bringen, worauf diese gezwungen waren, zusätzliche Divisionen nach Italien zu verlegen. Sie errichteten in Italien eine zweite Front, nutzten aber nicht die Gelegenheit, bis [[Rom]] vorzustoßen.

Am [[15. Februar]] wurde das Bergkloster [[Monte Cassino]] schwer bombardiert und 2 Tage später durch Artilleriebeschluss vollends in einen Trümmerhaufen verwandelt. Die deutschen Verteidiger, ehemalige Fallschirmjäger bei der Landung auf [[Kreta]], verschanzten sich in den Trümmern und ließen die Ruinen des Klosters zur Festung werden. Erst drei Monate später, am 18. Mai, nimmt das 2. Polnische Korps unter Führung von [[General]] [[Wladyslaw Anders]] unter unvorstellbaren Verlusten nach mehreren Tagen das [[Kloster]] [[Monte Cassino]] ein, nachdem alle vorhergehenden Angriffe der Alliierten kläglich gescheitert waren.

Nachdem das Hindernis von [[Monte Cassino]] überwunden war, begann der Vormarsch auf [[Rom]]. Am [[25. Mai]] vereinten die alliierten Kräfte ihre beiden Fronten und drängten die deutschen Truppen auf die ''Grüne Linie'' zwischen [[La Spezia]] und [[Rimini]] zurück.

[[Generalfeldmarschall]] [[Albert Kesselring]], Oberbefehlshaber der Heeresverbände in [[Italien]], lehnte es ab, in der ''[[Rom|ewigen Stadt]]'' zu kämpfen und befahl seinen Einheiten, [[Rom]] am [[4. Juni]] widerstandslos zu verlassen. Die Hoffnung der Alliierten, die Wehrmacht bis in die Alpen zurück zu treiben, wurde bei der [[Apennin]]-Verteidigungslinie vorerst zerstört, so dass 1944 noch keine Entscheidung in [[Italien]] stattfand.

==== Die Ostfront ====
Am [[14. Januar]] begann der sowjetische Angriff auf den deutschen Belagerungsring um Leningrad. 900 Tage hatte die Stadt ausgeharrt und konnte nur im Winter über den zugefrorenen Ladogasee mit Nachschub versorgt werden. Die Sowjets setzten nach: ihre Frühjahrsoffensive brachte weitere Gebietsgewinne, und die Wehrmacht musste sich weiter zurückziehen bis zum [[Peipus-See]]. Hitler befahl wie Stalin zu Beginn des Krieges die Taktik der [[Verbrannte Erde|verbrannten Erde]], durch die den Sowjets nichts außer blanker Zerstörung hinterlassen werden sollte.

Vom [[9. April]] an konzentrierten sich die sowjetischen Anstrengungen auf die Rückeroberung der Halbinsel [[Krim]], die am [[12. Mai]] wieder fest in sowjetischer Hand war. Die deutschen und rumänischen Einheiten retteten sich großenteils über das Schwarze Meer.

Nach einer kurzen Ruhephase während der schlammigen Frühjahrszeit griffen die Rotarmisten im Juni wieder an. Am [[9. Juni]] begann die Offensive an der finnischen Front auf der karelschen Landenge. Ende Juni kam dieser Angriff auf Höhe der alten Grenze von 1940 zum Halt.

Ziel der Sowjets war die Zerschlagung der [[Heeresgruppe Mitte]]. Am 23. Juni ([[Operation Bagration]]) brachen die Angreifer durch die Verteidigungsfront und kesselten große deutsche Verbände bei [[Wizebsk|Witebsk]] und [[Bobruisk]] ein. Am [[29. Juni]] kapitulierten diese Truppen, worauf die [[Heeresgruppe Mitte]] praktisch aufgelöst war und die [[Rote Armee]] bis kurz vor [[Warschau]] und an die Grenzen von [[Ostpreußen]] vorstoßen konnte. Diese Niederlage der [[Deutsche Wehrmacht|Deutschen Wehrmacht]] war verheerender und folgenreicher als die Schlacht um [[Stalingrad]] eineinhalb Jahre vorher: denn die Wehrmacht verlor mehr Soldaten (schätzungsweise 500.000 Tote und 400.000 Gefangene) und Gerät, die ganze Ostfront geriet ins Wanken.

Am [[3. Juli]] eroberte die Rote Armee [[Minsk]] zurück und kesselte die Reste der deutschen 4. Armee ein, die bald kapitulierte. Weiter südlich drang ab dem [[13. Juli]] in [[Galizien]] eine weitere sowjetische Offensive bis [[Lemberg]] zur [[Weichsel]] vor.

Am [[20. Juli]] [[1944]] versuchten deutsche Widerständler im Hauptquartier in Ostpreußen ein Attentat auf [[Adolf Hitler|Hitler]], das aber ebenso scheitert wie der anschließende Versuch eines [[Staatsstreich]]es in [[Berlin]]. Die Attentäter wurden hingerichtet.

Am [[1. August]] begann der so genannte ''[[Warschauer Aufstand von 1944|Warschauer Aufstand]]'' der [[Polnische Heimatarmee|Polnischen Heimatarmee]]. Die traditionelle Sicht der sowjetischen Haltung zu diesem Aufstand (die unter anderem von [[Winston Churchill|Churchill]] selbst vermittelt wurde) wirft [[Josef Stalin|Stalin]]s Regierung vor, mit Absicht die Zerschlagung des Aufstands durch die Wehrmacht nicht verhindert zu haben um antikommunistische Kräfte zu schwächen. Demgegenüber weist etwa der britische [[Historiker]] [[Richard Overy]] (Russlands Krieg. Rowohlt 2003. ISBN 349805032X) jüngst darauf hin, dass die Möglichkeiten der Roten Armee zu diesem Zeitpunkt (nach einer umfangreichen und raumgreifenden Offensive gegen die [[Heeresgruppe Mitte]]) begrenzt waren, Entlastungsangriffe am deutschen Widerstand scheiterten und die polnische Heimatarmee es ablehnte ihre Aktivitäten mit sowjetischen und polnisch-kommunistischen Einheiten zu koordinieren.

Im August marschierte die Rote Armee in [[Rumänien]] ein und vernichtete die (neue) deutsche 6. Armee bei [[Chişinău]]. Am [[23. August]] wechselte König Michael von Rumänien die Fronten und erklärte Deutschland den Krieg. Die Erfolge der Sowjets zwangen die Wehrmacht zum Rückzug aus [[Griechenland]], am [[13. Oktober]] rückten britische Einheiten in [[Athen]] ein.

Am [[5. September]] nahm die Rote Armee [[Bulgarien]] ein; dort inszenierten die Sowjets am [[9. September]] einen kommunistischen Staatsstreich und marschierten am [[19. September]] in [[Sofia]] ein. Ein weiterer Verbündeter Deutschlands fiel an diesem [[19. September]] weg, als Finnland einen Waffenstillstand mit der Sowjetunion schloss.

Am [[20. Oktober]] eroberten sowjetische Einheiten und jugoslawische Partisanen unter [[Tito]] die Hauptstadt [[Belgrad]] und zwangen die deutsche [[Heeresgruppe E]] zum Rückzug bis zur [[Drina]].

Im Norden zog sich die [[Heeresgruppe Nord]] am [[13. Oktober]] aus [[Riga]] nach [[Kurland]] zurück. Ab dem [[20. Oktober]], als die Rote Armee zur Mündung der [[Memel (Fluss)|Memel]] vorstieß, war sie vom Rest der Ostfront abgeschnitten, konnten aber von der Roten Armee in zahlreichen Kämpfen nicht vernichtet werden.

Auch in [[Ostpreußen]] kam die Offensive der Sowjets im Oktober nach anfänglichen Erfolgen zum Erliegen. Punktuell konnte die Wehrmacht Boden gutmachen.

In der ungarischen Hauptstadt [[Budapest]] wurden am [[24. Dezember]] 70.000 deutsche und ungarische Soldaten eingeschlossen, die Stadt konnte am [[11. Februar]] [[1945]] von der Roten Armee eingenommen werden.

==== Die Westfront ====
Mit Jahresbeginn übernahm [[Erwin Rommel]] den Oberbefehl der deutschen ''Heeresgruppe B'' an der Westfront nördlich der [[Loire]].

Am [[21. Januar]] [[1944]] begann die deutsche Luftwaffe wieder mit Angriffen auf [[London]], die bis zum April fortgesetzt wurden.

===== Die deutsche Wehrmacht in Frankreich – Juni 1944 =====
Während die Alliierten damit beschäftigt waren, Berge von Versorgungsmaterial anzuhäufen, verstärkten die Deutschen ihre Küstenbefestigungen im Atlantikwall. Auf dem Papier waren die Zahlen beeindruckend, vor allem wenn man die Rückschläge der letzten zwei Jahre in Betracht zog. Die [[Wehrmacht]] hatte noch immer 54 [[Division (Militär)|Divisionen]] in Westeuropa, 27 in [[Italien]] und 156 an der russischen Front.

In Wahrheit taten jedoch nur 850.000 Männer im Westen Dienst. Den meisten [[Infanteriedivision]]en mangelte es an motorisierten Transportmitteln, so dass sie nicht mehr als unbewegliche, so genannte bodenständige Divisionen waren. Verstärkt wurden diese durch Einheiten  der [[Ostlegionen]], die sich hier überwiegend gut schlugen, auch wenn sie ständigen [[Luftangriff]]en ausgesetzt waren. Die Panzerstärke der Wehrmacht war kaum ermutigender. Im Juni [[1944]] gab es nur zehn [[Panzerdivision]]en und eine [[Panzergrenadierdivision]], die weit hinter der Küstenlinie disloziert waren (dies kam daher, da sich [[Gerd von Rundstedt]], General [[Geyr von Schweppenburg ]] und [[Adolf Hitler]], gegen den Willen von [[Erwin Rommel]], dazu entschlossen hatten, die [[Panzerreserve]] ins Hinterland zu verlegen). Insgesamt standen ihnen nur 1.552 Panzer zur Verfügung. Nach Abzug von Fahrzeugen, die aufgrund von Wartungsproblemen nicht einsatzbereit waren, konnte die durchschnittliche deutsche [[Panzerdivision]] sich glücklich schätzen,  wenn sie 100 einsatzbereite [[Panzer]] zur sofortigen Verfügung hatte.

Deutsche [[Panzerdivision]]en hatten im zurückliegenden Sommer  Verluste hinnehmen müssen, als sie versucht hatten, den Frontvorsprung bei [[Kursk]] von Feindkräften zu räumen ([[Operation Zitadelle]]). Der Kampf um [[Stalingrad]] [[1942]] hatte gleichfalls zu einer erheblichen Schwächung der personellen und materiellen Kräfte  beigetragen.

===== Operation Overlord - Die Landung in Europa am 6. Juni 1944 =====
Am [[6. Juni]] landeten die Alliierten in der [[Normandie]]. Der Plan für [[Operation Overlord]] wurde von dem britischen General [[Bernard Montgomery|Montgomery]] entworfen. Er sah vor, mit vier Armeen zu landen und dann schnell ins Landesinnere vorzustoßen. Die Deutschen waren schlecht auf die Invasion eingestellt. Hitler erwartete die Landung immer bei [[Calais]], der engsten Stelle des Kanals. Das Gebiet von [[Calvados_(Departement)|Calvados]], wo die Alliierten schließlich an Land gingen, war stellenweise nur mit einigen Metern Stacheldraht und ein paar MG-Nestern verteidigt.

Am so genannten ''[[D-Day]]'' waren fast 6.700 Schiffe und über 13.000 Flugzeuge beteiligt. Am frühen Morgen des 6. Juni starteten mehrere Luftlandeeinheiten (die 82. und 101. Luftlandedivision), die wegen Navigationsfehlern über die gesamte Halbinsel [[Cotentin]] verteilt wurden. Dank des Improvisationstalents der Offiziere konnten sich kleine Gruppen bilden, die mehrere kleine Orte einnahmen. Gegen 6:00 Uhr begannen die Bombardierungen deutscher Stellungen und kurz danach die Landung etlicher US-amerikanischer und britischer Verbände, die durch 4.200 Landungsboote an den Strand gebracht wurden. Die Bombardierung durch Luft- und Seestreitkräfte wurde aus Angst, die eigenen Truppen unter Feuer zu nehmen mehr auf das Hinterland als auf die deutschen Verteidigungsanlagen konzentriert. An einem britischen Landungsabschnitt verfehlte man diesen Abschnitt um 1,5 km und landete an einem schwach befestigten Strand. Einzig am Abschnitt [[Omaha Beach]] kam es zu blutigen Gefechten,  bei der ein großer Teil der ersten Angriffswelle im MG-Feuer aufgerieben wurde, da diese direkt vor der 352. Infanteriedivision gelandet war. Gegen Nachmittag manövrierten zwei schwere Zerstörer zum Abschnitt [[Omaha Beach]] hin und bedeckten den Strand mit Feuer; erst dann konnten die [[Pionier]]e eine Bresche in die deutschen Linien schlagen. Der Gegenangriff der 21. Panzerdivision bei Juno und Sword kam an diesem Tag zu spät.

Obwohl die Alliierten gewaltige Kräfte aufgeboten hatten, kamen sie stellenweise nur schleppend voran. Besonders die Stadt [[Caen]] konnte erst nach sechs Wochen verlustreicher Kämpfe besetzt werden. Am [[15. August]] begann eine zweite Invasion in Südfrankreich, bei der die Franzosen und US-Amerikaner ohne entscheidenden Widerstand zügig in das Landesinnere vorstoßen konnten. Am [[25. August]] wurde [[Paris]] befreit. Der deutsche Stadtkommandant General [[Dietrich von Choltitz]] verweigerte Hitlers Befehl, die Stadt zu zerstören und ergab sich mit seinen Truppen kampflos. Durch die enorme Materialfülle und absolute Luftherrschaft konnten zu jeder Zeit deutsche Truppenansammlungen zerschlagen werden und kamen die Alliierten in der Folgezeit recht zügig voran, so dass bereits am [[3. September]] [[Brüssel]] und am Tag darauf [[Antwerpen]] besetzt werden konnte. Einzig bei der Luftlandeoperation ''[[Market Garden]]'' konnte das II. SS-Panzerkorps den Briten und US-Amerikanern in [[Arnheim]] noch einmal eine schwere Niederlage beibringen.

Mit dem Verlust der Atlantikhäfen setzte die deutsche Marine ihren [[U-Boot-Krieg]] von Norwegen aus fort.

Bis zum [[1. September]] griffen die Deutschen von Abschussrampen in Nordfrankreich aus mit [[Raketen]] ([[V1]], [[V2]]) London an. Mit Arbeiten an dem Projekt "[[Friesenwall]]" sollte dem direkten Eindringen der Alliierten an der deutschen Nordseeküste entgegengewirkt werden.

Am [[21. Oktober]] eroberten die Alliierten nach heftigen Kämpfen mit [[Aachen]] die erste deutsche Stadt. Am [[22. November]] erreichten weiter südlich US-amerikanische Kräfte [[Metz]] und [[Straßburg]].

Im Dezember versuchten die Deutschen mit der [[Ardennen-Offensive]], die Oberhand im Westen zu gewinnen. Das Operationsziel, die Linien der Alliierten zu spalten und in breiter Front nach Belgien vorzustoßen, misslang jedoch.

=== 1945 ===
==== Die Ostfront ====
Am [[12. Januar]] [[1945]] begann die Rote Armee vom Baranow-Brückenkopf aus mit einer breit angelegten Großoffensive. Die Wehrmacht war zu diesem Zeitpunkt zusätzlich geschwächt, weil bedeutende Kräfte für die [[Ardennen-Offensive]] nach Westen abgezogen waren.

Die Rote Armee stieß von Warschau (Befreiung am [[17. Januar]]) aus nach Norden vor und schnitt damit Ostpreußen vom Rest des Reiches ab. Die deutsche Bevölkerung floh in Scharen, zum Teil über die gefrorene Ostsee. Insgesamt gelangten über 2 Millionen Flüchtlinge über das Meer nach Westen. Das KdF-Schiff ''[[Wilhelm Gustloff (Schiff)|Wilhelm Gustloff]]'', das Flüchtlinge und deutsche Truppen sowie Material aus Ostpreußen transportierte, wurde von sowjetischen Torpedos versenkt. Bis zum Kriegsende kamen Menschen über die Ostsee nach Westen: Der letzte Evakuierungskonvoi von der Halbinsel Hela (die bis zum Kriegsende von deutschen Truppen gehalten wurde) nach Dänemark mit insgesamt über 40.000 Menschen dauerte vom 5. bis zum [[9. Mai]] [[1945]].

Die 4. Armee, die Ostpreußen verteidigen sollte, wurde bis Ende März vernichtend geschlagen. [[Kaliningrad|Königsberg]] wurde am [[30. Januar]] eingekesselt, kurzzeitig von deutschen Einheiten entsetzt, fiel aber am [[9. April]] endgültig an die Sowjets.

Am [[27. Januar]] erreichte die Rote Armee das [[Konzentrationslager]] [[Auschwitz-Birkenau]], das aber von der [[Schutzstaffel|SS]] zuvor schon aufgegeben worden war. Am selben Tag erreichten erste sowjetische Einheiten [[Küstrin]] und damit die Oder.

Nach der sowjetischen Winteroffensive stand die Rote Armee Ende Januar 1945 entlang der Oder und Neiße von [[Stettin]] bis [[Görlitz]] knapp 80 Kilometer vor Berlin. Im Februar und März brachten die Sowjets rund 2,5 Millionen Soldaten mit über 6.000 Panzern sowie 7.500 Flugzeugen für den Angriff auf Berlin in Stellung. Ihnen gegenüber standen rund eine Million deutsche Soldaten mit knapp 800 Panzern sowie Verbände der [[Wlassow-Armee]].

Die Hauptangriffsrichtung aus vorbereiteten Brückenköpfen folgte der Reichsstraße 1 (heute [[Bundesstraße 1]]) über [[Seelow]] direkt nach Berlin. Die Höhen von Seelow bildeten dabei ein steil aufsteigendes, natürliches Hindernis, und um diese Höhen wurde eine der größten Schlachten des 2. Weltkrieges geschlagen. Die [[Schlacht um die Seelower Höhen]] begann am [[16. April]] mit einem der stärksten Artilleriebombardements der Geschichte: rund 18.000 Artilleriegeschütze und Raketenwerfer konzentrierten ihr Feuer auf gerade einmal 4 km Frontlinie. Im Laufe des [[18. April]] errang die zahlenmäßig weit überlegene Rote Armee die Oberhand und entschied nach gewaltigen Verlusten die Schlacht für sich.

Unterdessen wurde im Süden der sowjetische Belagerungsring um [[Breslau]] am [[15. Februar]] geschlossen, welches allerdings erst am [[6. Mai]] in die Hände der Roten Armee fiel. Am [[6. März]] versuchte die 6. SS-Panzerarmee einen Gegenstoß in Ungarn, wurde aber zurückgeschlagen. Am [[16. März]] begann die sowjetische Gegenoffensive, die bis zum [[4. April]] ganz Ungarn eroberte. [[Wien]] fiel am [[13. April]] in die Hände der Sowjets, die von Osten aus auch Niederösterreich, das Burgenland und die Steiermark eroberten. Am [[8. Mai]] erreichte die Rote Armee [[Graz]].

Am [[25. April]] schloss sich der Belagerungsring um Berlin, auf deutscher Seite kämpfte neben Einheiten der Wehrmacht und der [[Waffen-SS]] auch der [[Volkssturm]] und Einheiten der [[Hitlerjugend]]. Am Morgen des [[26. April]] fand der letzte größere deutsche Panzerangriff statt, [[Bautzen]] wird zurückerobert, dabei wurden über eintausend sowjetische Panzer vernichtet. Am [[28. April]] scheiterte der Versuch der 12. Armee unter General [[Walther Wenck]], die Hauptstadt zu entsetzen, am [[30. April]] tötete [[Adolf Hitler]] sich selbst im Bunker unter der Reichskanzlei. Am [[2. Mai]] kapitulierten die letzten Verteidiger von Berlin vor der Roten Armee.

Am [[8. Mai]], dem Tag der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches, besetzte die Rote Armee [[Dresden]], am [[10. Mai]] rückten sowjetische Einheiten auch in [[Prag]] ein.

==== Die Westfront ====
Alliierte Truppen erreichten am [[7. März]] die unzerstörte Rheinbrücke von [[Remagen]]. Sie errichteten Brückenköpfe auf rechtsrheinischem Gebiet und kreisten das Ruhrgebiet ein. Die Heeresgruppe B der Wehrmacht unter Feldmarschall Model wurde am [[1. April]] eingeschlossen ([[Ruhrkessel]]) und kapitulierte am [[18. April]], am selben Tag nahmen die US-Truppen [[Magdeburg]] ein, einen Tag später [[Leipzig]].

Am [[25. April]] trafen sich US-amerikanische und sowjetische Truppen in [[Torgau]] an der Elbe; der letzte Einflussbereich der Deutschen zerfiel jetzt in zwei Teile. Am [[26. April]] fiel [[Bremen]] an die Briten, die weiter nach Nordosten zogen. In rascher Folge nahmen sie [[Lübeck]] ([[2. Mai]]), während die US-Armee in [[Stralsund]] und [[Wismar]] einmarschierte, wohl auch, um die Rote Armee daran zu hindern, bis Schleswig-Holstein vorzustoßen. Am [[3. Mai]] ergab sich [[Hamburg]].

Am [[5. Mai]] kapitulierte Generaloberst Blaskowitz, dessen Truppen in Holland eingekesselt waren.

Während die britischen Einheiten Norddeutschland eroberten, wandten sich die US-Amerikaner nach Süden: Sie besetzten am [[30. April]] [[München]]. [[Stuttgart]] fiel am [[22. April]] an die französische Armee, die nach Süden bis Vorarlberg vordrang. Die US-Armee wandte sich zu den Alpen und traf am [[3. Mai]] am [[Brennerpass]] mit ihren Landsleuten zusammen, die von Süden her Oberitalien besetzt hatten.

In Italien fiel [[Bologna]] am [[19. April]] an die US-Truppen, während [[Genua]] am [[27. April]] erobert wurde; einen Tag später ergriffen italienische Partisanen in Dongo den gestürzten "Duce" [[Benito Mussolini]] und erschossen ihn. Am [[2. Mai]] kapitulierten die deutschen Einheiten in Italien, am selben Tag marschierte die britische Armee in [[Triest]] ein.

==== Die letzten Luftangriffe ====
Am [[3. Februar]] flogen US-amerikanische Bomber einen schweren Luftangriff auf Berlin, dem 22.000 Menschen zum Opfer fielen. Am [[13. Februar]] [[1945]] bombardierten alliierte Flugzeuge [[Dresden]] und zerstörten einen Großteil der Stadt, im anschließenden [[Feuersturm]] kamen etwa 35.000 Menschen ums Leben.

Ebenfalls in den letzten Tagen des Krieges zerstörten alliierte Bomber große Teile von [[Würzburg]], [[Nürnberg]], [[Hildesheim]] und [[Halberstadt]]. Dass diese verheerenden Angriffe keinen militärischen Nutzen besaßen, ist heute kaum noch umstritten. Schon die deutschen Angriffe vor allem auf [[Coventry]] zeigten den stark begrenzten militärischen Nutzen der Bombardierungen von Städten.



==== Das Kriegsende in Europa ====
Nach dem Tod Hitlers wurde Großadmiral [[Karl Dönitz]] gemäß testamentarischer Verfügung am [[1. Mai]] Reichspräsident. Er schlug sein Hauptquartier am [[2. Mai]] im von Deutschen gehaltenen [[Flensburg]] auf und benannte eine Reichsregierung unter dem Reichsfinanzminister [[Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk|Graf Schwerin von Krosigk]]. Am [[4. Mai]] kapitulierten die Wehrmachtseinheiten unter dem neu ernannten Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Generaladmiral [[Hans Georg von Friedeburg]], die im Nordwesten gegen den britischen Feldmarschall Montgomery gekämpft hatten. Am [[7. Mai]] ergaben sich alle deutschen Truppen im Rahmen einer ''Gesamtkapitulation'' gegenüber den Westalliierten, die Generaloberst [[Alfred Jodl]] in [[Reims]] gegenüber General [[Dwight D. Eisenhower]] unterzeichnete ([[8. Mai]]: [[V-E Day]]). Am [[9. Mai]] wiederholte sich dieser Akt in Berlin-Karlshorst gegenüber der Roten Armee, auf deutscher Seite unterschrieb Generalfeldmarschall [[Wilhelm Keitel]]. Am 9. Mai 1945 trat die Gesamtkapitulation in Kraft.

Zum Kriegsende, am [[8. Mai]], befanden sich im Westen noch die [[Kanalinseln]] und die Städte
Brest, Lorient, St. Nazaire und [[La Rochelle]] in der Hand der Wehrmacht.

Am 8. und 9. Mai flohen fast 2 Millionen deutsche Soldaten aus dem sowjetischen Machtbereich in die von den Westalliierten kontrollierten Gebiete, vor allem aus dem anfangs nicht besetzten Böhmen.

= Der Krieg in Nordafrika =
''Siehe auch:'' [[Afrikakorps]]''

== Ausgangslage ==

== Chronologischer Verlauf ==

=== 1941 ===
Ähnlich wie auf dem europäischen Kriegsschauplatz hatten die Italiener in Nordafrika schwere Rückschläge gegen die Briten hinnehmen müssen. Eine italienische Offensive zum Ende des Jahres 1940 führte zur Vernichtung der eigenen Verbände in [[Libyen]].

Der deutsche General [[Erwin Rommel]] bekam deshalb im Februar 1941 den Befehl, mit schwachen Verbänden, dem [[Afrikakorps]], den erfolglosen Bündnispartner bei seiner Verteidigung zu unterstützen. Rommels Aufgabe war es, einige Panzerverbände in Tripolis zu sammeln, um mit diesen dann die italienische Verteidigung gegen eine geplante britische Offensive zu festigen. Die Italiener waren jedoch moralisch angeschlagen, und ihre Verteidigungsstellungen waren nur lückenhaft gut ausgebaut.

Rommel hielt eine defensive Haltung für unangebracht, stattdessen wollte er angreifen. Der italienische General Gariboldi war nicht dieser Ansicht, doch Rommels Ziel war es anzugreifen und nicht abzuwarten.
Am 31. März begann Rommel den Vormarsch auf eigene Faust. Sein Hauptvorstoß richtete sich auf Mersa Brega, um somit das Tor zur [[Cyrenaika]] aufzustoßen. Die Offensive führte zum Erfolg, so dass bald auch [[Bengasi]] besetzt werden konnten. Die italienische Generalität war überrascht und die Briten geschockt. Mit einem solchen blitzartigen Vorstoß hatte niemand gerechnet.

Am 10. April standen deutsche Panzer vor der ostlybischen Hafenstadt und Festung [[Tobruk]], die kurz zuvor noch von den Italienern ausgebaut und dann beinahe kampflos geräumt worden war. Bis zum 13. April unternahm Rommel drei Angriffe auf die Festung, die jedoch alle fehlschlugen. Rommel musste vorerst die Eroberung Tobruks zurück stellen. Auch weitere Vorstöße konnten auf Grund von Versorgungsengpässen nicht durchgeführt werden, so dass beide Seiten in einen Stellungskrieg übergingen.

Im November griffen die Briten dann wieder an. Ihr Ziel war ein Entsatzversuch für die Festung Tobruk, der jedoch misslang. Am 26. November erfolgte ein zweiter Angriff, wobei der Besatzung von Tobruk nun endlich der Ausbruch aus dem Belagerungsring gelang. Am 7. Dezember zog sich das Afrika-Korps zur Gazala-Linie zurück.

=== 1942 ===
Nachdem Tobruk augenscheinlich vor einer Eroberung des Afrika-Korps gefeit war, griff Rommel im Januar wieder an. Die Achsenmächte hatten ihre alte Stärke wiedererlangt, da die britische Insel [[Malta]] stark bombardiert wurde und somit der Nachschub ohne größere Schwierigkeiten erfolgen konnte.

Am 26. Mai begann Rommel die Offensive ''[[Unternehmen Theseus|Theseus]]'' mit dem Ziel, Tobruk zu erobern. Nach schweren Panzergefechten gelang es den Achsenmächten, [[Bir Hacheim]] am 10. Juni einzunehmen, um dann den Vormarsch auf Tobruk einzuleiten. Rommel umging die britischen Stellungen südlich der Festung und griff dann mit einer Überraschungsoffensive an. Begleitet wurde der Vorstoß von Stuka-Kampfbombern, welche die feindlichen Linien sturmreif schossen und die britischen Kommunikationswege lahm legten. In der nachfolgenden Verwirrung konnten Rommels Panzer in die Stadt eindringen und sie am 20. Juni besetzen. Rommel wurde daraufhin zum [[Feldmarschall]] befördert.

Der weitere Vormarsch sollte nun durch Ägypten erfolgen. Die Stadt [[Alexandria]] sollte fallen und der [[Suezkanal]] besetzt werden. Kurz vor [[El Alamein]] hatten die Briten einen 65 Kilometer langen Verteidigungsgürtel aufgebaut. Im Süden der Linie lag die [[Katara-Senke]], die nicht umgangen werden konnte. Die Offensive blieb stecken. Es kam sogar noch schlimmer, als der neue britische Befehlshaber [[Bernard Montgomery]] am 23. Oktober zum Gegenangriff startete. Alle Befehle Hitlers zum Halten der Stellungen waren umsonst. Das Afrika-Korps war zahlenmäßig unterlegen und musste den Rückzug antreten.

Die Lage wurde vollends hoffnungslos, als am 8. November amerikanische Truppen in [[Casablanca (Stadt)|Casablanca]] und Algier landeten und somit den Zwei-Fronten-Krieg einleiteten. Am 13. November fiel Tobruk wieder in britische Hand.

=== 1943 ===
1943 blieb Rommel nur noch der Rückzug. Ein wesentlicher Faktor der deutschen Kämpfe in Nordafrika war immer der Nachschub, den Rommel vergeblich forderte. Erst als alles zu spät war, trafen Truppen und Kriegsmaterial in Tunis ein, wo sie aber nun den Alliierten in die Hände fielen. Allerdings lag das grundsätzliche Problem eher in der quantitativen Schwäche der Achsentruppen.

Am 23. Januar besetzten die Briten Tripolis. Im März und April wurden die Achsenmächte schließlich eingeschlossen. Lediglich an der [[Mareth-Linie]] wurde noch erbitterter Widerstand geleistet. Am 7. März flog Rommel nach Deutschland, um mit Hitler über ein Ende der Kampfhandlungen zu sprechen. Hitler jedoch blieb starrköpfig und verweigerte dem Afrika-Korps den Rückzug auf das europäische Festland. Am 13. Mai mussten die Achsenmächte in Nordafrika kapitulieren.

Am 10. Juli landeten die Alliierten in [[Sizilien]], worauf der [[Großer Faschistischer Rat|Große Faschistische Rat]] Mussolini Versagen vorwarf. Der Duce wurde daraufhin auf Befehl des italienischen Königs verhaftet. Als neuer Ministerpräsident wurde [[Pietro Badoglio]] eingesetzt.

Am [[22. Juli]] konnte die sizilianische Hauptstadt [[Palermo]] von den Alliierten besetzt werden. Am [[3. September]] landeten zwei britische Divisionen bei nur minimalem Widerstand der Verteidiger auf dem italienischen Festland. Fünf Tage nach der Landung schloss die neue italienische Regierung einen Waffenstillstand mit den Alliierten, worauf der ''Fall Achse'' eingeleitet wurde, in dem die Deutschen alle italienischen Verbände entwaffneten und zugleich Rom besetzten. Am [[12. September]] gelang es einigen deutschen Fallschirmjägern, Mussolini aus seiner Gefangenschaft im Hotel Campo Imperatore zu befreien. Mussolini wurde nach Ostpreußen gebracht, um wenig später eine Marionetten-Regierung in Norditalien leiten zu können ([[Sozialrepublik Italien]]) und den Kampf an deutscher Seite fortzusetzen. Nachdem sich die auf der griechischen Insel Kephalonia stationierten italienischen Soldaten ihrer Entwaffnung widersetzten, wurden zwischen dem 18. und dem [[23. September]] etwa 5.000 Italiener gefangen genommen und von deutschen Gebirgsjägertruppen erschossen.

Am [[13. Oktober]] erklärte die [[Badoglio-Regierung]] dem Deutschen Reich den Krieg.

An der Seite der offiziellen italienischen Verbände operierte eine kampfstarke [[Partisanen]]armee von 256.000 Frauen und Männern, die [[1944]] mit ihren Kampfhandlungen zehn Wehrmachtsdivisionen band.

Der Vormarsch der Alliierten erfolgte nur sehr langsam. Die Deutschen verteidigten ihre Stellungen bis zum Äußersten, während im Hinterland schon die nächsten Verteidigungsstellungen ausgehoben wurden. Erst als der Druck zu stark wurde, zogen sie sich zurück, um sich wieder neu zu verschanzen.

Die Entscheidung der Alliierten, in Sizilien und nicht gleich bei Rom zu landen, verlängerte den Krieg möglicherweise erheblich. Es gibt Einschätzungen, dass die italienischen Verbände und die Partisanen bei einer Landung der Alliierten bei Rom Süditalien selbst hätten befreien können.

= Der Krieg in Asien und im Pazifik =

''Siehe dazu den Hauptartikel:'' [[Pazifikkrieg]]

= Ergebnisse =

Der Zweite Weltkrieg bedeutete das erneute Scheitern der Expansionspläne des Deutschen Reiches und seiner Eliten. Die Folgen für Europa und die Welt wirkten jahrelang fort.

In der Folge des Zweiten Weltkriegs wurden Millionen von Menschen aus ihrer Heimat vertrieben (so [[Sudetendeutsche]], [[Schlesien|Schlesier]], [[Pommern (Land)|Pommern]], [[Polen]] und [[Ostpreußen]]). Dem Zweiten Weltkrieg folgten drastische Grenzveränderungen in Mittel- und Ost[[europa]]. Europa war politisch und wirtschaftlich geschwächt, und so übernahmen die USA und die Sowjetunion für einige Jahrzehnte die Führungsrolle in der Welt.

Japan musste die besetzten pazifischen Inseln wie [[Nauru]] an Australien und Großbritannien zurückgeben. Die im Jahr 1943 nach [[Chuuk]] deportierten 737 überlebenden Nauruer durften 1946 in ihre Heimat zurückkehren.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit erkannten die Leute, welch zerstörerische Kraft im '''Atomkern''' steckt, wenn man ihn spaltet. Die Opfer der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki leiden bis heute darunter, sie selbst und ihre Kinder sind oftmals krank oder missgebildet.

Nach seinem Ende wurden der Krieg und Kriegsverbrechen der deutschen Seite in den [[Nürnberger Prozesse]]n juristisch aufgearbeitet. Auch japanische Hauptkriegsverbrecher wurden vom ''international military tribunal for the far east'' abgeurteilt ([[Tokioter Prozesse]]). Dem Zweiten Weltkrieg folgten die [[Chronik der deutschen Teilung|Deutsche Teilung]] und der [[Kalter Krieg|Kalte Krieg]].

== Die Opferzahlen ==

Während des Zweiten Weltkrieges fanden Schätzungen zufolge 60 Millionen Menschen den Tod, darunter nicht nur viele Soldaten, sondern – charakteristisch für den "modernen Krieg" – auch viele Zivilisten (so beispielsweise in der [[Schlacht um Stalingrad]]). In dieser Zahl sind auch die vielen politisch oder rassistisch Verfolgten (unter anderem die sechs Millionen europäischen [[Juden]]), die Sinti und Roma, die Homosexuellen und die so genannten "Asozialen" sowie die "Wehrkraftzersetzer" und die Geistlichen enthalten, die in den Vernichtungs- und [[Konzentrationslager]]n (KZ) der Deutschen umkamen. Es gab auch viele tote Zivilisten durch die Bombardierungen der Großstädte ([[Köln]], [[Hamburg]], [[Dresden]], [[London]]), die Belagerung von [[St. Petersburg|Leningrad]], die Aushungerung von [[Charkow]], die Versenkung von Flüchtlings-Schiffen, die Härte des Winters, die Straflager in der Sowjetunion und die gewaltsame Vertreibung von Menschen nach dem Krieg (zum Beispiel als Folge der [[Beneš-Dekrete]]). Vielen Menschen war es nicht möglich zu fliehen, weil Staaten wie die [[USA]] oder die [[Schweiz]] teilweise die Grenzen schlossen und auch jüdische [[Flüchtling]]e zurück in die vom Deutschen Reich beherrschten Gebiete schickten. Es gab viele [[Denunziation| Denunzianten]] und [[Mitläufer]] unter der Zivilbevölkerung – auch in den eroberten Gebieten –, die für die Auslieferung ihrer Mitmenschen an die [[Gestapo]] (Geheime Staatspolizei) sorgten. Die Aufarbeitung dieses Teils der Geschichte (zusammengefasst unter dem Stichwort der Kollaboration) ist vielfach noch nicht geschehen.

Die direkten und indirekten ''Opfer der Atombombenabwürfe'' von [[Hiroshima]] und [[Nagasaki]] belaufen sich in die Hunderttausende.

Andererseits hält die Beschäftigung der deutschen Öffentlichkeit mit dem Zweiten Weltkrieg an; sie erfuhr in den letzten Jahren größere Bedeutung. Siehe dazu [[Martin Walser]], [[Holocaust-Denkmal]].

''Für eine genauere Auflistung der Opferzahlen siehe [[Tote im Zweiten Weltkrieg]].''

== Bedeutende militärische Operationen im Zweiten Weltkrieg ==

=== Landkrieg ===

==== [[1939]] ====

* [[Polenfeldzug]] ("Fall Weiss")

==== [[1940]] ====

* [[Unternehmen Weserübung|Invasion in Dänemark und Norwegen]] ("Unternehmen Weserübung")
** [[Schlacht um Narvik]]
* [[Westfeldzug]] ("Fall Gelb")
** [[Unternehmen Sichelschnitt|Deutscher Vorstoß an die Kanalküste]] ("Unternehmen Sichelschnitt")
** [[Operation Dynamo|Evakuierung des britischen Expeditionskorps bei Dünkirchen]] ("Operation Dynamo") 
** [[Fall Rot|2. Phase des Westfeldzuges]] ("Fall Rot")

==== [[1941]] ====

* [[Unternehmen Marita|Balkanfeldzug]] ("Unternehmen Marita")
* [[Unternehmen Barbarossa|Russlandfeldzug]] ("Unternehmen Barbarossa")
** [[Kesselschlacht bei Bialystok und Minsk]]
** [[Kesselschlacht bei Smolensk]]
** [[Schlacht um Kiew]]
** [[Doppelschlacht bei Wjasma und Briansk]]
** [[Kesselschlacht bei Uman]]
** [[Schlacht um Moskau]]

==== [[1942]] ====

* [[Fall Blau|Deutsche Sommeroffensive in Südrussland]] ("Fall Blau")
* [[Schlacht bei El Alamein]]
* [[Schlacht um Stalingrad]]
** [[Operation Uranus]]
** [[Operation Kolzo]]
** [[Unternehmen Wintergewitter]]

==== [[1943]] ====

* [[Schlacht um Charkow]]
* [[Unternehmen Zitadelle|Panzerschlacht bei Kursk]] ("Unternehmen Zitadelle")
* [[Operation Husky|Alliierte Landung in Sizilien]] ("Operation Husky")

==== [[1944]] ====

* [[Schlacht um Monte Cassino]]
* [[Operation Shingle|Landung der Alliierten bei Anzio]] ("Operation Shingle")
* [[Operation Bagration|Zerschlagung der Heeresgruppe Mitte]] ("Operation Bagration")
* [[Operation Overlord|Schlacht in der Normandie]] ("Operation Overlord")
** [[Allierte Landung in der Normandie]] ("D-Day")
** [[Panzerschlacht von Avranches]]
** [[Schlacht bei Falaise]]
* [[Operation Dragoon|Landung der Alliierten in Südfrankreich]] ("Operation Dragoon")
* [[Operation Market Garden|Brücke von Arnheim]] ("Operation Market Garden")
* [[Allerseelenschlacht|Schlacht im Hürtgenwald]] ("Allerseelenschlacht")
* [[Ardennenoffensive]] ("Unternehmen Wacht am Rhein")

==== [[1945]] ====

* [[Brücke von Remagen]]
* [[Schlacht um Berlin]]
** [[Schlacht um die Seelower Höhen]]
** [[Der Kessel von Halbe]]

==== Belagerungen ====

* [[Belagerung von Leningrad]]
* [[Belagerung von Odessa]]
* [[Belagerung von Sewastopol]]
* [[Belagerung von Tobruk]]

==== Stellungen und Verteidigungslinien ====

* [[Westwall]] ("Siegfried-Linie")
* [[Maginot-Linie]]
* [[Atlantikwall]]
* [[Gustav-Linie]]
* [[Mannerheim-Linie]]

=== Seekrieg ===

* [[Schlacht im Atlantik]]
** [[U-Boot-Krieg]]
** [[Unternehmen Rheinübung|Versenkung der Bismarck]] ("Unternehmen Rheinübung")
* [[Operation Rösselsprung]]

=== Luftkrieg ===

* [[Luftschlacht um England]]
* [[Unternehmen Merkur|Luftlandeschlacht um Kreta]] ("Unternehmen Merkur")
* [[Operation Gomorrah|Serie von Luftangriffen auf Hamburg]] ("Operation Gomorrah")
* [[Unternehmen Bodenplatte]]

=== Geplante, aber nicht durchgeführte Operationen ===

* [[Unternehmen Seelöwe|Invasion Englands]] ("Unternehmen Seelöwe")
* [[Unternehmen Felix|Eroberung Gibraltars]] ("Unternehmen Felix")
* [[Unternehmen Tannenbaum|Besetzung der Schweiz]] ("Unternehmen Tannenbaum")
* [[Unternehmen Herkules|Eroberung Maltas]] ("Unternehmen Herkules")

