Die ungarische Sprache kennt diesen Begriff ebenfalls als uborkaszezon (Gurkensaison). Die magyarisierte Form des Wortes Saison lässt darauf schließen, dass dieses Kompositum in seiner heutigen Form im 19. Jahrhundert entstanden sein dürfte. Allerdings ist das dahinter stehende Brauchtum älter. Der Begriff wird sowohl analog zur deutschen Sprache im übertragenen Sinn benutzt als auch nach wie vor im wörtlichen Sinne. Es ist die Zeit zu Beginn des Sommers, wenn die salzigen „Sommergurken“ (ungarisch kovászos uborka) eingelegt werden. Der Name kommt vom ungarischen Wort für Sauerteig (Kovász); denn diese Gurken werden im Gegensatz zu den „Wintergurken“ nicht in Essig eingelegt und auch nicht durch Erhitzen haltbar gemacht, sondern verdanken ihren salzig-sauren Geschmack einer kurzen Milchsäuregärung. Die Gurken werden dazu nur in Salzwasser mit Gewürzen eingelegt und mit Hilfe einer Scheibe Brot vergoren, indem man die Gläser abgedeckt auf die Fensterbank beziehungsweise auf die Mauer des Arkadengangs oder auf die Terrasse stellt. Morgenmuffel Kopfkino Schnapsidee Fingerspitzengefühl Torschlusspanik Geschmacksverirrung Fernweh Weltschmerz Fremdschämen Zugzwang Feierabend Ohrwurm Sitzfleisch Erbsenzähler Lebensmüdigkeit Lebensraum Treppenwitz Geisterfahrer Landzunge
